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Genderdemokratisierung in liberalen Parteien: Hintergrund (-papier)

Das NEOS Lab Projekt Genderdemokratisierung in liberalen Parteien“ geht in seine Schlussphase. Die Auswertung des Datenmaterials ist fast abgeschlossen und ich nutze diese Gelegenheit mich nochmals bei all jenen zu bedanken, die das Projekt durch ihre Teilnahme am Onlinefragebogen oder an einem persönlichen Interview unterstützt haben. Auch bedanke ich mich für die zahlreichen teils kritischen E-Mails zu unserem Projekt, das den Status Quo zwar abbilden und analytisch durchdringen, nicht jedoch unmittelbar verändern kann. Eine Frage, mit der ich immer wieder konfrontiert wurde: Haben wir überhaupt ein Problem und wenn ja, was hat das mit uns zu tun?

Es sind zweifelsfrei zahlreiche Faktoren, die die Erhöhung des Anteils von Frauen in politischen Ämtern erschweren und die Dominanz von Männern in (politischen) Führungspositionen aufrechterhalten. Neben gesellschaftlich stark verankerten Rollenbildern und männlich konnotierten Vorstellungen über das Wesen des „Politikers“ sind es eingeübte Verhaltensmuster und Praktiken, die die Partizipation von Frauen in politischen Parteien erschweren. Auch die Einführung von Quoten führt oftmals nicht zur Herstellung eines institutionellen Rahmens, den man als geschlechterneutral gegenüber dem Erfolg oder Misserfolg im politischen Prozess agierender Personen oder Gruppen bezeichnen würde. Unbemerkt werden geschlechterspezifische Praktiken und Sichtweisen reproduziert, die die Teilhabe von Frauen an Politik zusätzlich erschweren. Diese sind oft verbunden mit einem generellen Mangel an Transparenz im Rahmen des politischen Entscheidungsprozesses- insbesondere innerhalb der etablierten politischen Parteien.

Als neue Parlamentspartei und liberale Bürger_innenbewegung ist NEOS frei von historisch bedingten und oftmals tief verankerten Barrieren für die aktive Teilnahme und Teilhabe von Frauen an Politik. Jedoch agiert auch NEOS innerhalb eines vorstrukturierten politischen und gesellschaftlichen Systems, das diskriminatorisches Verhalten gegenüber Frauen noch nicht vollends überwunden hat. Der Eklat im österreichischen Parlament im Jahr 2011 im Rahmen einer sexistischen Aussage eines Abgeordneten, die zwar im Parlament breit diskutiert wurde, jedoch am Ende folgenlos blieb, wird sogar im aktuellen Handbuch der OSCE zur Stärkung der Partizipation von Frauen in politischen Parteien als Paradebeispiel für die verharmloste Diskriminierung von Frauen in der Politik herangezogen (OSCE 2014, 56).

Die Herstellung von Geschlechterparität ist eine Möglichkeit der Sensibilisierung, die wirksam ist, nicht immer automatisch passiert und auch mit anderen Prinzipien kollidieren kann. Die Listenerstellung bei NEOS zur Nationalratswahl 2013 basierte auf einem Vorwahlsystem, welchem sich jede_r Bürger_in stellen konnte. Sowohl die Kandidat_innenanzahl als auch die Anzahl der Abgeordneten sind nicht geschlechterparitätisch und NEOS ist nun jene Partei mit dem niedrigsten Anteil an Frauen im Nationalrat. Während in einigen Bereichen, wie bei den Klubmitarbeiter_innen, Geschlechterparität herrscht, leiden andere Bereiche noch immer an einem Mangel an Frauen. Dies hat auch strukturelle Gründe und ist mit gesellschaftlichen und politischen Pfadabhängigkeiten verbunden, die mit einer Quote nicht unmittelbar aufzubrechen sind.

Diese Erkenntnis muss in die Entwicklung von Maßnahmen zur Herstellung von Geschlechterparität einfließen. Es geht nicht nur darum „mehr Frauen“ in die Politik zu bekommen, obwohl dies ein dezidiertes Ziel von NEOS ist. Letztlich muss sich aber auch ein neuer Anspruch an die Art und Weise wie Politik gemacht wird herausbilden und Teil einer neuen österreichischen politischen Kultur werden. Hierzu müssen die Rahmenbedingungen für politische Teilnahme und Teilhabe so gestaltet werden, dass sie Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht ansprechen und fördern.

Darum setzt NEOS seit Anfang 2014 Maßnahmen zur Herstellung von Geschlechter-parität um. Auf Grundlage einer Erhebung des Status Quo wurden Zielformulierungen entwickelt, die im Bereich der Kandidat_innenrekrutierung und der Organisations-entwicklung bereits handlungsleitend sind. Jede_r Entscheidungsträger_in verpflichtet sich den Grundsatz der Geschlechterparität bei Personalentscheidungen zu berücksichtigen und Diversität im Allgemeinen zu fördern. Diese Maßnahmen haben insbesondere in der Bestellung von Regionalkoordinatorinnen zu Erfolgen geführt. Ein Promotor_innenprogramm soll zudem sicherstellen, dass Frauen innerhalb von NEOS aktiv gefördert werden und ihnen der Zugang zu Führungspositionen erleichtert wird.

NEOS Lab begleitet diesen Prozess wissenschaftlich. Die erste Publikation aus dem Gender Projekt bildet die Grundlage für die Feldforschung im Rahmen des ersten Arbeitspaketes des Projektes ab. Es liefert einen Überblick über existierende Forschung über die Chancen und Barrieren von Frauen in der Politik im Allgemeinen und in politischen Parteien im Besonderen. Als zweite Publikation im Rahmen der NEOS Lab Schriftenreihe „Wissensarbeit als politische Partizipation“ unterstreicht dieses Hintergrundpapier die Bedeutung der Förderung von Diversität innerhalb politischer Parteien, und die Notwendigkeit aktiv die Bedingungen für politische Teilhabe von Frauen zu verbessern.

 

(Auszug aus dem Vorwort zur NEOS Lab Publikation „Genderdemokratisierung in politischen Parteien. Hintergrundpapier I State of the Art“ NEOS Lab – Report #002)

  • Stefan Gros

    Jede „Geschlechterparität“ die nicht auf einer Parität der Grundgesamtheit aufsetzt ist aus meiner SIcht ungerecht. Wenn dort eine Parität herrscht und man von einer Gleichverteilung von Kompetenzen ausgeht (was ich tue), dann ergibt sich unter fairen Bedingungen automatisch eine faire statistische Verteilung zwischen den Geschlechtern. Die Grundfrage ist also aus meiner Sicht, warum die Geschlechterparität nicht in der engagierten Basis existiert. Wenn du schreibst, das“Je­de_r Ent­schei­dungs­trä­ger_in ver­pflich­tet sich den Grund­satz
    der Ge­schlech­ter­pa­ri­tät bei Per­so­nal­ent­schei­dun­gen zu
    be­rück­sich­ti­gen“ handelt es sich hier zumindest um informelle Quoten, die wir ja auch tatsächlcih haben obwohl wir gegen eine Quotenregelung gestimmt haben. In vielen Fällen höre ich dass wir für einen Job „eine Frau haben wollen“. Das bedeutet wir besetzen nicht nach Qualifikation und nicht transparent sondern umgehen Beschlüsse, missachten Kompetenzen und diskriminieren (auch wenn es in der Meinung einiger wohl eine positive Diskriminierung ist). Ich will auch mehr Frauen in Führungspositionen, sofern sie dort die am besten geeigneten sind. Ich coahce einige und die besten Führungskräfte die ich kenne sind weibliche, wiel sie dort „männliche“ Stärken mit „weiblichen“ verbinden können. Was mich an der Studie interessiert ist die Frage wie wir Frauen grundsätzlich für die Politik oder NEOS gewinnen können, nicht wie wir Positionen ungerecht verteilen, damit wir politsch korrekt sind.

    • NEOSLab

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      Ticket-ID: 2610

    • Sebastian Springer

      Wenn ich deine Annahmen richtig verstehe, sind Frauen entweder grundsätzlich schlechter qualifiziert oder sie werden von etwas Unbekanntem davon abgehalten. Wenn wir von Fall 2 ausgehen in dem, so nehmen wir an, das Unbekannte weiterhin unbekannt bleibt (manche vermuten diskriminierende Strukturen) so brauchts doch etwas, dass das dem entgegenwirkt. Was hilft ist bekannt, nämlich Quoten. Die lösen gleich das nächste Problem mit: mehr sichtbare Frauen führen wiederum zu mehr Partizipation von Frauen im Allgemeinen.
      Ich befürworte hier dezitiert keine Frauenquoten, wo auch immer, ich denke nur deine Annahmen konsequent zu Ende (Sofern ich sie richtig verstanden habe).

      Und jetzt mal an alle Männer die schon Panik vor schlechteren Chancen auf Funktionen usw. haben und Gleichzeitig aber mehr Frauen an der Spitze fordern bzw. mehr Frauen für Politik begeistern möchten: Wie stellt ihr euch das denn konkret vor? Wenn mehr Frauen an der Spitze sind, kann das Verhältnis der Männer dort doch logischerweise nur Abnehmen oder? Selbst wenn die Anzahl an Führungskräften/Funktionen/Etc. stark zunimmt, so muss sie um halbwegs eine Ausgewogenheit herzustellen für Frauen überproportional steigen. Ergo schlechte Chancen für Männer.

      • NEOSLab

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        Ticket-ID: 2657

      • Stefan Gros

        Du versteht meine Annahmen offensichtlich nicht richtig. Auch nach überlesen meines Post finde ich keinen Punkt der zu der Annahme „Frauen seien grundsätzlich schlechter qualifiziert“ Anlass gibt. Wohingegen ich deinen Schluß „mehr sichtbare Frauen führen zu mehr Partizipation von Frauen“ interessant finde. Woraus schliesst du das? Ich finde Quoten, sowohl formell als informell eine Ungerechtigkeit, eine Dummheit und eine Diskriminierung. Wenn man Posten nach Qualifikation vergibt, diese (wie ich annehme) gleichverteilt ist, führen Quoten zu einer suboptimalen Besetzung von Positionen (neben der völlig unbegründeten Reduktion von Diversität auf die Genderfrage) solange die Grundgesamtheit eben nicht gleichverteilt ist. Ich bin dafür die Positionen danach zu vergeben wer am besten qualifiziert ist.

        • NEOSLab

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          Ticket-ID: 2658

        • Sebastian Springer

          Ich lese aus deinem Post ja auch zwei mögliche Annahmen heraus. Du gibst zwar an Qualifikationen seien gleichverteilt und es ergäbe sich so automatisch eine „Geschlechterparität“ de facto finden sich aber weniger Frauen in Spitzenpositionen. Sind Frauen also schlechter qualifiziert? (Eine mögliche Annahme aus deinem geschriebenen)
          Die andere mögliche herauslesbare Annahme ist für mich, Qualifikation ist gleichverteilt, die Geschlechterparität kommt aber aufgrund einer Unbekannten nicht zustanden.
          Und ganz allgemein finde ich es bemerkenswert, dass Qualifikation für funktional messbar, bewertbar und vergleichbar gehalten wird. Wenn sich 3 Bewerber_innen also nur durch ihre Empathiefähigkeit unterscheiden, gelingt es dir eine Skala für Emapthie zu entwickeln und dann die Person mit der höchsten Empathiefähigkeit einzustellen? Ich würd jetzt einmal behaupten das geht nicht und weiter dass das Sammelsurium an Ausbildungen, Erfahrungen, Soft-Skills etc eines Menschen ohnehin viel zu komplex ist, um es in Zahlen gießen und objektiv bewerten zu können. Eine Entscheidung rein auf Basis „Qualifikation“ halte ich folgerichtig für unmöglich.
          Aber um auf den Punkt zurückzukommen: Ja, aufgrund von Mermalen Funktionen zu besetzen, für die niemand etwas kann ist ungerecht. Sehr ungerecht sogar. Frauen spielen in der Politik wirklich nur eine kleine Rolle. Dafür, dass sie Frauen sind, können sie wirklich nichts. Wenn wir annehmen Frauen seien allgemein schlechter qualifiziert, so liegt das ja nicht am biologischem Geschlecht (zumindest ist mir nicht bekannt, dass hier wissenschaftlich etwas entsprechendes nachgewiesen wurde) sondern mehr daran was die Gesellschaft dem Geschlecht zuschreibt („Mensch, du schlägst/wirfst/rennst ja wie ein Mädchen“ ). Wenn die Lösung weiter heißt: nach „Qualifikation“ besetzen, wirds folgerichtig weiterhin keine weiblichen Rolemodels an Spitzenpositionen geben.
          Hält Frauen die große Unbekannte zurück, so müssen wir trotzdem jetzt handeln. Wenn wir noch 300 Jahre Ursachenforschung betreiben, wird meine Enkelin immer noch keine Chance haben bei NEOS TG Leiterin oder in der Wirtschaft Aufsichtsräting zu werden. Wenn wir uns trauen, jetzt für mehr Geschlechterparität zu sorgen, muss das nicht so sein. Einer vorrübergehende Quote könnte noch dazu eine 1a Grundlage dafür bieten, zu evaluieren, ob die große unbekannte nicht noch einfach nur die „Abwesenheit von Frauen in Führungspositionen“ ist.
          Wie ich jetzt schon auf diese Vermutung komme: 2 Gründe warum jugendliche nicht politisch Partizipieren ist: sie werden nicht ernst genommen, sie sehen keine Verbindung zwischen ihrem Leben und der Politik. Wäre ich eine Frau und sehe diese Männervereine, hätte ich das Gefühl als Frau werde ich dort ohnehin nicht ernst genommen (daher gibts keine Frauen in Spitzenpositionen, weil ihnen nichts zugetraut wird und/oder ihre Anliegen nicht wichtig sind) und die Anknüpfung an meine Lebensrealität ist auch nicht gegeben (in meinem privaten Umfeld gibts nämlich Frauen und Männer in gleichem Maße). Meine Expertise bezieht sich auf Jugend, nicht auf Frauen, daher diese Analogie. 🙂 Ev. gibts auch beim Thema Frauen entsprechende empirische Studien.

          • NEOSLab

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            Ticket-ID: 2659

          • Stefan Gros

            Ich behaupte, dass sich bei uns wesentlich mehr Frauen in Spitzenpositionen befinden als sich durch den Frauenanteil in der Grundgesamtheit „Bei NEOS politisch aktive Frauen“ refertigen läßt. Wir bekämpfen das Symptom und nciht die Ursache, nämlich Frauen zur aktiven Mitarbeit zu gewinnen (Pink Ladys Lounge ist da schon eine sehr gute Aktion). Wenn sich die Verteilung hier ändert und DANN eine Ungleichverteilung bei den Positionen rauskommt, existiert tatsächlich eine Diskriminierung. Ich schreibe dazu einen Blog, weil das Tool hier mit den freundlichen Antworten des Lab ein bisser unübersichtlich ist. BTW finde ich ausserdem die Einführung von Quoten „hintenherum“ eine Umgehung der Beschlüsse (vorsichtig ausgedrückt).

          • NEOSLab

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          • Christian Jung

            Du ziehst die falschen Schlüsse. Für dich gibt es eine 50-50% Mann/Frau Besetzung automatisch wenn man annimmt das alle gleich qualifiziert sind… Du vernachlässigst dabei aber den viel wichtigeren Faktor Motivation, Interessen und Ziele.
            z.b. bei Spitzenpositionen bewerben sich wesentlich weniger Frauen als Männer (und zudem haben auch wesentlich weniger Frauen Interesse solche anstrengenden 70h/Woche Jobs anzunehmen – Stichwort Lebensqualität ist Frauen wichtiger !)

            Eine Geschlechterparität kann nur dann existieren wenn Interessen und Motivation im allgemeinen für Frauen und Männer gleich sind – dies ist es aber nicht für die Themen Politik, Managerjobs und Technik..
            Demzufolge ist die Herstellung einer Parität sogar unsinnig und natürlich auch diskriminierend für die andere Gruppe (hier Männer)

          • NEOSLab

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            Ticket-ID: 2695

          • Sebastian Springer

            Lieber Christian,

            du missverstehst meinen Post: das ist nicht der Schluss denn ich aufgrund der Wirklichkeit ziehe, sondern aufgrund der Annahmen von Stefan. Ich persönlich halte dies Folgerung für genau so unrichtig wie du.

            Bzgl. dem Interesse bzw. der Motivation von Frauen gebe ich dir Recht wenn man die aktuelle gesellschaftliche Struktur als gegeben annimmt. Wenn man aber hinterfragt, warum Frauen sich seltener für Spitzenpositionen bewerben kommt man rasch zu ein paar spannenden Erkenntnissen (Man schaue in das verlinkte Paper). Frauen sind in dieser Beziehung anders motiviert als Männer, jedoch nicht aufgrund ihrer vom Mann abweichenden physischen Eigenschaften sonder aufgrund struktureller Benachteiligung, ergo wie die Gesellschaft eben mit Frauen umgeht. Während Männer eher zur Stärke, Selbstvertrauen und folglich Leadern sozialisiert und ausgebildet werden, steht Frau sein eher für Schwäche (Du schlägst ja wie ein Mädchen) und Selbstkritik. Das heißt jetzt nicht, dass man alle über einen Kamm scheren könnte (daher das Wort „eher“) aber es zeichnet sich eine klare Tendenz ab, die sich in der Realität, nämlich in der Besetzung von Posten, widerspiegelt.

            Wenn man also mit dem benachteiligenden Status-Quo unzufrieden ist, muss man an den gesellschaftlichen Strukturen ansetzen. Das Paper das NEOS Labs kommt übrigens zur Erkenntnis, dass Quoten hierfür nicht förderlich sind. Ein Abbau von hinderlichen Strukturen führt meiner Meinung auch nicht zwangsläufig zu einer 50:50 Aufteilung von Führungspositionen, da persönliche Präferenzen wie du richtig schreibst weiterhin eine Rolle spielen. Fifty-Fifty wär wohl eher ein Zufall. Was aber durch verschiedene Maßnahmen sehr wohl möglich ist und zwar langfristig, ist eine Chancengerechtigkeit bei der Besetzung von Führungspositionen, auch wenn zum Thema Mann/Frau geht. Daraus ergibt sich aber, dass der Anteil an Männern in Führungspositionen langfristig sinken wird und dementsprechend, und das hab ich schon oben erwähnt, die Chancen für Männer für Führungspositionen sich klarerweise verschlechtern. (Ein Rechenbeispiel: Es gibt 4 Männer, 6 Frauen und 3 potentielle Führungspositionen. Aktuell wären wohl alle 3 FP mit Männern besetzt. Steigt die Chancengerechtigkeit, würde es folglich 2 Männer und eine Frau in Führungspositionen geben. Die Chance für Frauen eine Führungsposition zu erreichen ist also auf 1:6 gestiegen, während sie für Männer von 3:4 auf 2:4 gesunken ist.)

            Wie man übrigens zu mehr Chancengerechtigkeit in diesem Bereich kommt, kann man sehr gut in dem im Artikel verlinkten Paper nachlesen.

            LG, Sebastian

          • NEOSLab

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            Ticket-ID: 2696

          • Guest
          • NEOSLab

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            Ticket-ID: 2699

          • Christian Jung

            Lieber Sebastian,

            was ich glaube dass du zusätzlich übersiehst
            ist der Umstand dass es auf den Arbeitsmarkt schon längst
            Chancengerechtigkeit gibt:
            Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist schon
            Realität – die Einkommensschere existiert nicht wegen Diskriminierung,
            sondern wegen unterschiedlichen Berufen, Arbeitszeiten, Kinderpausen,
            etc.
            Zum Nachlesen:

            http://www.vbw-bayern.de/Redaktion/Frei-zug%C3%A4ngliche-Medien/Abteilungen-GS/Sozialpolitik/2012/Downloads/Information_Gender-Pay-Gap-_Version-final.pdf
            http://www.iwkoeln.de/de/presse/pressemitteilungen/beitrag/beschaeftigungsperspektiven-von-frauen-nur-2-prozent-gehaltsunterschied-102500
            http://www.consad.com/content/reports/Gender%20Wage%20Gap%20Final%20Report.pdf
            http://www.cbsnews.com/news/the-gender-pay-gap-is-a-complete-myth/
            http://www.marketwatch.com/story/the-gender-wage-gap-is-a-myth-2012-07-26

            Lg

            (PS: irgendetwas ist beim posten schief gegangen, ich glaub die links hat er zweimal gesendet)

          • NEOSLab

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            Ticket-ID: 2700

          • Sebastian Springer

            Bzgl. Genderpaygap hab ich bewusst nichts geschrieben – da kenn ich mich einfach nicht aus. Es stimmt mich aber nachdenklich, dass Kinderpausen, oder auch ein Job in einer Berufsgruppe die weiblich dominiert sind zu einem niedrigeren Lohn führt. Wie gesagt, kenn mich da aber nicht aus.
            Ohne es jetzt im Detail belegen zu wollen/zu können, glaube ich nicht an eine Chancengerechtigkeit im Bereich Vergabe von Fürhungspositionen, gerade wenn ich seh das praktisch alle Vorstände, Aufsichtsräte, Spitzenpolitiker männlich sind. Das erinnert mich sehr an die Argumentation „Es gibt kein Budgetloch“….

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            Ticket-ID: 2705

          • Christian Jung

            Ich finde man sollte es dir hoch anrechnen dass du zugibst dass du dich bei den thema nicht richtig auskennst – viele personen behaupten leider oft dinge wo sie sich nicht richtig informiert haben ! (leider ist es zu diesen thema auch nicht so leicht gute quellen zu finden)
            Bzgl. Gender Pay Gap – ich glaube dieser ist für viele Missverständnisse in der Mann/Frau Politik verantwortlich. Das hartnäckige Festhalten an der Diskriminierung der Frau ist nicht nur informationstechnisch falsch und verursacht ungerechte Maßnahmen (z.B. Frauenquoten), sondern stellt die Frauen auch in eine Opferrolle in der man sie als bemitleidenswerte Wesen darstellt („die Frauen können es ohne Förderprogramme nicht alleine schaffen“).

          • NEOSLab

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            Ticket-ID: 2708

          • Angelika Pipal-Leixner

            Um hier die Faktenlage aufzuklären: Auch das (um Teilzeit, Branche, etc etc) bereinigte Gender Pay Gap beträgt immer noch 8%. Das sind 8% zu viel, die NUR über das Geschlecht erklärt werden können.

          • NEOSLab

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          • Christian Jung
          • NEOSLab

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            Ticket-ID: 2758

          • Angelika Pipal-Leixner

            Diese Links erklären eben genau, weshalb der Gender Pay Gap unbereinigt mit ~ 25% angegeben wird:
            Die ungleiche Bezahlung liegt an den hohen „Ausfallzeiten“ aufgrund von Sorge- und Pflegearbeit, an den schlechtbezahlten Berufsgruppen und dem hohen Anteil an Teilzeitstellen.

            Was diese Studien versuchen auszublenden, ist, dass genau diese Faktoren geschlechtsspezifisch sind. Warum sollten denn gerade Care-Berufe so schlecht bezahlt werden? Warum werden Berufe nicht danach bezahlt, was objektiv an Arbeitsaufwand geleistet wird? Warum sind Leitungspositionen nicht in Teilzeit möglich? Warum müssen wichtige Meetings meistens Abends stattfinden? Warum ist es denn v.a. für Frauen so benachteiligend für den Arbeitsmarkt, wenn sie Kinder haben – und für die meisten Männer nicht?

            Die Schwankungsbreite des „nicht anders als mit Geschlecht erklärbaren“ Faktors von 2-12% ist ganz normal und abhängig von der Grundgesamtheit. Italien hat zum Beispiel einen geringeren Gender Pay Gap, weil dort grundsätzlich eine geringe Frauenerwerbsquote ist und die paar, die arbeiten daher nicht besonders negativ ins Bezahlungs-Gewicht fallen.

            Zudem schwanken die Zahlen auch nach Berufsfeld. Arbeiter_innen verdienen teilweise nur die Hälfte ihrer männlichen Kollegen, Migrant_innen um einiges weniger als Staatsbürger_innen.

            Die genannten Studien stammen aus Deutschland oder den USA und wer weiß, was deren Basis war. Darum haben wir uns für unser Paper der TG Gleichbehandlung ja auf die aktuellen Zahlen der Statistik Austria berufen. Als gemeinsame und aktuelle Basis zumindest für Österreich.

            (c) Heike Fleischmann

          • NEOSLab

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            Ticket-ID: 2784

          • Christian Jung

            Die genannten Quellen haben eine solide Basis (z.B. Institut bayrische Wirtschaft, Wirtschaftsinstitut Deutschland, und amerikanisches Arbeitsinstitut) und belegen dass gleicher Lohn für gleiche Arbeit schon längst Realität ist.
            In diesen Zusammenhang sehe ich es als äußerst unseriös an Untersuchungen als falsch anzusehen nur weil sie „einen nicht ins Konzept“ passen.

            Dass unterschiedliche Berufe unterschiedlich bezahlt werden ist fair und bestimmt der Markt. Zum Beispiel gibt es viel zuwenige welche technische Berufe ausführen können und wollen, deswegen gibt es dort höhere Löhne (in diesen Berufen sind zudem langjährige Ausbildungen notwendig um diese überhaupt ausführen zu können).
            Deswegen ist deine Aussage „Warum werden Berufe nicht danach bezahlt, was objektiv an Arbeitsaufwand geleistet wird?“ auch falsch da zurzeit schon nach Leistung bezahlt wird.

            Weiters muss ich deiner Aussage wiedersprechen „Arbeiter_innen verdienen teilweise nur die Hälfte ihrer männlichen Kollegen“ – für die gleiche Arbeit sicher nicht. Übrigens hat man bis jetzt noch in keinen einzigen (!!!) Unternehmen die vom Gender Wage Gap vermuteten Einkommensuntersschiede nachweisen können. Geht auch theoretisch nicht – bei uns gibt es Kollektivverträge (wo es keine Unterscheidung nach Geschlecht gibt), da können solche Unterschiede gar nicht auftreten.

          • NEOSLab

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            Ticket-ID: 2785

        • Sebastian Springer

          btw. ein empirischer Beleg/Anhaltspunkt zu „mehr sichtbare Frauen führen zu mehr Partizipation von Frauen“ findet sich in der NEOS Lab Publikation „Genderdemokratisierung in politischen Parteien“ auf Seite 20. 🙂 Das Paper ist echt gut geworden, wir sollten das mal genauer durchlesen 😉

          • NEOSLab

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            Ticket-ID: 2660

  • Christian Jung

    Jeder Mensch hat unterschiedliche Interessen.. Männer und Frauen haben auch unterschiedliche Interessen, Frauen interessieren sich im Allgemeinen nicht so für politische Themen und Führung… (man sollte das biologische Geschlecht nicht weg rationalisieren)

    Die angedeuteten indirekten Quoten (in „Je­de_r Ent­schei­dungs­trä­ger_in ver­pflich­tet sich den Grund­satz der
    Ge­schlech­ter­pa­ri­tät bei Per­so­nal­ent­schei­dun­gen zu be­rück­sich­ti­gen und Di­ver­si­tät im All­ge­mei­nen zu för­dern“) sind männerdiskriminierend, freiheitsberaubend und wirtschaftsfeindlich !
    Die Kompetenz sollte zählen nicht das Geschlecht !

    • NEOSLab

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      Ticket-ID: 2653

    • Angelika Pipal-Leixner

      Lieber Christian Jung,
      Gerade weil die Kompetenz zählen muss, kann es sich keine Organisation leisten, nicht auch Frauen anzusprechen, um auch aus deren Reihen die Besten zu rekrutieren. Die besten Männer und die besten Frauen! Dann bekommt man die besten Leute. Den Männern, die sich davor fürchten, mangelt es wohl an Kompetenz.
      Ich mag zwar keine Biologismen, aber geschenkt: Gerade wenn sie dir wichtig sind und du auf die Unterschiede zwischen den Geschlechtern pochst, musst du anerkennen, dass eine möglichst große Vielfalt an Sichtweisen und Herangehensweise eine Organisation erfolgreicher machen. (Ist erwiesen. Auch hinsichtlich des wirtschaftlichen Erfolgs von Unternehmen.)
      LG
      Angelika

      • NEOSLab

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        Ticket-ID: 2748

      • Christian Jung

        Kompetente Frauen setzen sich auch ohne Förderprogramme durch z.B. Angela Merkel hat es (ohne Gendermaßnahmen) geschafft die mächtigste Person Europas zu werden .

        In der Forschung ist es keineswegs erwiesen, dass mehr Frauen in einen Team zu besseren Ergebnissen führen (es gibt sogar Studien welche einen Zusammenhang zwischen vielen weiblichen Vorstandsmitgliedern und schlechterer Unternehmensperformance gefunden haben).
        Das einzige was erwiesen ist dass qualifiziertere Teammitglieder zu besserer Performance führen.
        Ich plädiere deswegen für eine zukünftige Welt in der Personen nach Kompetenz beurteilt werden und nicht nachdem ob sie Frau sind !

        • NEOSLab

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          Ticket-ID: 2759

    • Heike Fleischmann

      „Jeder Mensch hat unterschiedliche Interessen.. Männer und Frauen haben
      auch unterschiedliche Interessen, Frauen interessieren sich im
      Allgemeinen nicht so für politische Themen und Führung… (man sollte
      das biologische Geschlecht nicht weg rationalisieren)“

      Genau, JEDER Mensch hat unterschiedliche Interessen und es gibt keinen Hinweis darauf, dass das mit dem Geschlecht zusammen hängt. Die Varianz innerhalb der Geschlechtergruppen ist größer als die zwischen den Geschlechtern.
      Welche biologischen Geschlechter meinst du eigentlich? Chromosomen, Hormone, Keimdrüsen, primäre oder sekundäre Geschlechtsmerkmale? Oder gar Geschlechtsidentität?

      Natürlich sollte Kompetenz zählen. Das ist doch gerade das, was Quoten erst befördern. Das eben Kompetenz zählt. Bei der Diskussion um Quoten für Aufsichtsräte wurde erstmals darüber diskutiert, was man denn überhaupt können muss, um so einen Posten zu bekommen. Das wusste vorher niemand.

      • NEOSLab

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        Ticket-ID: 2763

      • Christian Jung

        „Genau, JEDER Mensch hat unterschiedliche Interessen und es gibt keinen
        Hinweis darauf, dass das mit dem Geschlecht zusammen hängt.“

        Ist das ein Scherz? Ich glaube jeder vernünftig denkende Mensch, der nicht von der „Gender-Gleichmacherei“ angefallen wurde, würde diesen Satz wiedersprechen (übrigens werden laut den bekannten österreichischen Genetiker Markus Hengstschläger 50% aller Persönlichkeitseigenschaften durch die Gene vererbt).
        Wenn man auf einfacher Ebene argumentiert: z.B. Männer mögen im allgemeinen lieber Fußball, Frauen Shopping, Männer interessieren sich mehr für Technik, Frauen für Soziales, Männer spielen gerne Computerspiele, Frauen unternehmen lieber mit Freunden was, Männer spielen in der Kindheit mit Lego, Frauen mit Puppen, etc. (selbstverständlich gibt es immer Außnahmen von den Regeln, aber im allgemeinen trifft dies gut zu)
        Empfehlenswertes Buch: „Männer sind vom Mars, Frauen sind von der Venus“

        Zu Quoten: Natürlich wissen die Unternehmen schon längst nach welchen Kriterien sie Posten besetzen (nach vielfältigen Qualifikationskriterien wie Berufserfahrung, Ausbildung, Softskills, etc.). Quoten stellen aber diese Kriterien beiseite und fokussieren nur auf das Geschlecht. Das Frauenquoten deswegen männerdiskriminierend und ungerecht sind sollte eigentlich auch jeden klar sein.

        • NEOSLab

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          Ticket-ID: 2771

        • Heike Fleischmann

          Ich warte gespannt auf Quellen für deine Behauptungen.
          Kleine Anmerkung: Persönlichkeitseigenschaften haben nichts mit Interessen zu tun. Die besagen, wie du auf Stress reagierst oder ob du eher intro- oder extrovertiert bist. Ob du lieber mit Barbie oder Matchbox spielst, ist keine Eigenschaft.

          Empfehlenswertes Buch: „Warum Frauen glauben, sie könnten nicht einparken – und Männer ihnen Recht geben. Über Schwächen, die gar keine sind.“

          • NEOSLab

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            Ticket-ID: 2773

          • Christian Jung

            Ich finde es echt traurig dass man sowas überhaupt „beweisen“ muss.. Habe aber festgestellt dass manche „Gender-Forscher“ diese (äußerst fragwürdigen) Thesen aufstellen.

            Louann Brizendine, 2008, Das weibliche Gehirn. Warum Frauen anders sind als Männer, S. 10f:

            „In den 30 000 Genen des menschlichen Genoms bestehen zwischen den Geschlechtern nur geringfügige Abweichungen von weniger als einem Prozent. Aber dieser geringe Unterschied wirkt sich auf jede einzelne Zelle unseres Körpers aus, von den Nerven, die Lust und Schmerz übertragen, bis zu den Neuronen, die Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle übertragen.“

            „Fast während des gesamten 20. Jahrhunderts ging die Wissenschaft davon aus, dass Frauen neurologisch gesehen und in praktisch allen anderen Aspekten mit Ausnahme der Fortpflanzungsfunktion kleine Männer seien. Diese Annahme bildete die Grundlage dafür, dass sich falsche Vorstellungen über die weibliche Psychologie und Physiologie hartnäckig hielten. Sieht man sich die Unterschiede im Gehirn jedoch etwas genauer an, kann man an ihnen ablesen, was Frauen zu Frauen und Männer zu Männern macht.“

            Frau Brizendine zitiert in ihrer Arbeit ca. 800 weitere Publikationen, die du dir auch gerne anschauen kannst 😉

            Ein interessantes Video mit vielen Forschern (inkl. Gender „Forschern“) von Norwegen („Nr. 1 Equality Country“) über genetische und kulturelle Faktoren in den Interessen und der Berufswahl von Männer und Frauen:

            http://www.dailymotion.com/video/xp0tg8_hjernevask-brainwashing-in-norway-english-part-1-the-gender-equality-paradox_news

            Abschließend muss ich sagen dass viele Forscher die Thesen und Vorgehensweisen von „Gender-Wissenschaftlern“ kritisieren (manche sprechen diesen „Gender-Wissenschaftlern“ sogar jede Wissenschaftlichkeit ab).

          • NEOSLab

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            Ticket-ID: 2776

          • Heike Fleischmann

            Ich finde es traurig, dass du es traurig findest, auf der Basis von Fakten zu argumentieren. Klar können wir auch die ganze Zeit hin und her schreiben, ob gelb jetzt gelb ist oder doch eher grün. Aber dafür ist mir meine Zeit ehrlich zu schade.

            Das der Geschlechterforschung ihre Wissenschaftlichkeit abgesprochen wird, ist nichts neues. Doch eigentlich ist es eine Kritik am Konstruktivismus, der selbst die absolute Objektivität von Forschung kritisiert. Und hey, die Quantenmechanik hat auch belegt, dass die Herangehensweise und Art einer Forschung das Ergebnis beeinflusst, wenn nicht gar selbst produziert. Es gibt kein „da draußen“, das wir erforschen. Wir sind Teil dieser Welt und gestalten sie mit. In jeder These, in jeder Prüfung, mit jeder Äußerung. Insofern ist die Geschlechterforschung (die es btw. in jedem wissenschaftlichen Feld gibt) nicht besser oder schlechter als alle anderen Wissenschaften.

            Danke für den Ausschnitt aus Brizendines Buch. Leider musste ich feststellen, dass es auch nicht besser als das des Ehepaars Pease ist.
            „Als seriöser Bericht über den Stand der Forschung lässt sich Brizendines Buch schwerlich lesen. Die Zunft ist weiter als sie. So kommt beispielsweise der Zürcher Neuropsychologe Lutz Jäncke zu diametral entgegengesetzten Ergebnissen. Jäncke zog aus, um den kategorialen Unterschied zwischen Mann und Frau zu finden – und fand ihn nicht. „Der Mensch hat sich weitgehend von der Lenkung durch seine Hormone befreit“, resümiert Jäncke seine Forschungen. Er warnt vor Fehlschlüssen, welche allein schon durch die biologistische Fragestellung nahegelegt würden. Selbst wenn sich Unterschiede im Gehirn finden ließen, würde das nicht schon bedeuten, dass sie angeboren sind. Vielmehr forme sich unser Gehirn nicht unabhängig von dem, was wir lernen.

            Kulturelle Faktoren hätten einen derart starken Einfluss auf Form und Funktion des Gehirns, dass es sich ihnen gegenüber wie „Knetmasse“ verhalte. Das ist nicht etwa ein Befund der idealistischen Philosophie, sondern ein Befund der Hirnforschung selbst. Sie ist es, die den Biologisten in ihren eigenen Reihen den Boden entzieht. Tatsächlich sind Brizendines „Belege“ vage, oft stammen sie aus Tierversuchen und werden ohne klare Theorie im Hintergrund interpretiert. Sind die Hormone und das Hirn für die Situationen oder sind doch die Situationen für die Hormone und die Hirnmuster kausal? Ist unser Hirn „uralt“ oder ist es ungeheuer lernfähig? Der Text betont beides.“
            http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/das-weibliche-gehirn-die-hormonell-gesteuerte-gefuehlsmaschine-1410155-p3.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3

            Solltest du also eine Quelle finden, die mehr als Infotainment ist, wäre ich dir sehr verbunden.

          • NEOSLab

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            Ticket-ID: 2778

          • Christian Jung

            Dass du jetzt eine negative Rezession für die Arbeit gefunden hast beweisst deine Annahmen jedoch auch nicht 😉

            (Hast du dir überhaupt die Mühe gemacht das Video anzuschauen?)

            Es ist schade dass du in deiner Theorie keine biologischen Faktoren für die Unterschiede von Männern und Frauen zulässt – dies zeigt eher Engstirnigkeit als „Konstruktivismus“

          • NEOSLab

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            Ticket-ID: 2779

          • Heike Fleischmann

            Ist es so schwer beim Thema zu bleiben und eine Basis für ein konstruktives Gespräch zu suchen? Du lenkst ständig ab.
            Zur Erinnerung mal meine Frage vom Anfang, vielleicht magst du sie irgendwann auch mal beantworten: „Welche biologischen Geschlechter meinst du eigentlich? Chromosomen, Hormone, Keimdrüsen, primäre oder sekundäre Geschlechtsmerkmale? Oder gar Geschlechtsidentität?“
            (So viel dazu, ich würde keine biologischen Faktoren zulassen. Ich kritisiere lediglich die bisher noch nicht belegte These, das auch nur eins davon geschlechtsspezifische Interessen determiniert)

            Es mag unvorstellbar sein aber du bist nicht der erste, der mir empfiehlt das Video anzusehen und nein, ich habe es mir nicht zum 243867.Mal angesehen. Ich weiß, worum es da geht.

          • NEOSLab

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            Ticket-ID: 2780

          • Christian Jung

            „Ich kritisiere lediglich die bisher noch nicht belegte These, das auch
            nur eins davon geschlechtsspezifische Interessen determiniert“
            Wenn du dir das Video angeschaut hast, wie kannst du dann den zitierten Untersuchungen wiedersprechen, die schon bei Babys biologische Interessensunterschiede feststellen haben können, zu den Zeitpunkt wo noch keine kulturellen Eigenschaften wirken haben können (sogar bei 1 Tag alten – z.B. über die Länge von Blickkontakten zu mechanischen Formen bzw. Gesichtern).
            Aber was mich noch viel stärker interessiert ist wie kannst du der „Praxis“ (aka dem richtigen Leben) wiedersprechen – hast du keine Freundinnen welche gerne Greys Anatomy anschauen bzw. Männer die dann lieber Fußball schaun gehn? etc.
            (du glaubst anscheindend diese Personen sind durch unsere gesellschaftliche Struktur dazu „gezwungen“ worden dies zu machen)

            Es tut mir Leid dass ich deine einzelne Fragen in „Welche biologischen Geschlechter meinst du eigentlich? Chromosomen, Hormone, Keimdrüsen, primäre oder sekundäre Geschlechtsmerkmale? Oder gar Geschlechtsidentität?“ nicht beantworte – nur ich empfinde es als überflüssig über Details zu diskutieren, wenn die Basis schon auf einen falschen Fundament steht.

          • NEOSLab

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            Ihr NEOS Lab

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