Info-Ticker

NEOS Lab Event-Nachbericht 

NEOS Lab organized an exciting European Liberal Forum Expert Forum in cooperation with the ALDE Party – Liberals and Democrats for Europe. Important inputs, many concerns and wishes were verbalised. The ALDE Party – Liberals and Democrats for Europe collects these and includes them into the ALDEmanifesto for the European elections 2019.
We have summarized some of the findings: Cross-national regulations and initiatives are necessary to overcome barriers with respect to member states; While physical barriers have been constantly reduced, institutional and regulatory barriers turned out to be persistent; Consumer protection often exists in European Law, but it is very difficult for individuals to claim these rights. Chance for the EU to create positive visibility among citiziens; Automatization needs to be embedded in cross-border networks; Need for regulations that are developed for the new era rather than trying to adopt existing legislation that is hard to fit to new developments.
This kind of stakeholder process and the integration of expert and citizen opinions is unique in Europe’s political landscape. We are very happy to have also made a contribution here.

#ELFevent #ALDEmanifesto #EuropaNeuDenken

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A short summary can also be found on the ALDE website


NEOS Lab Event-Nachbericht 

Zukunft Europa: Europa zwischen Trump und Xi Jinping

Ein spannender Abend im NEOS Lab mit Alexander Görlach und der Diskussion zur Zukunft Europas.

Wir leben in einem Zeitalter der Identität. Der Wahlkampf von Donald Trump war sehr stark aufgeladen von einer Rhetorik gegen die Mexikaner, im Prinzip gegen alle südlich der Grenze der USA – „wir gegen die“, ein Topos der zum Zeitalter der Identität gehört. Von den USA, über China nach Europa bestimmt dieser maßgeblich die Politik.
Die Auswirkungen und Implikationen dieser Rhetorik „wir gegen die“ kann man schon bsp. in Mexiko im Rahmen der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen beobachten: Der wahrscheinliche Gewinner López Obrador wird seine Wahl fast ausschließlich mit einem Antiamerikanismus-Wahlkampf gewinnen.
Wenn ein Zentrum wie Washington mit einer sehr starken „wir gegen die“ Rhetorik arbeitet, dann geschieht in der Peripherie genau das was man in Mexiko beobachten kann, nämlich eine Radikalisierung die auf das was von dem Zentrum ausgeht, reagiert.

Selbes Muster, selbes Phänomen existiert auch in China: es gibt eine erstarkte Zentralgewalt unter Präsident Xi Jinping, der zum 2. Mal Präsident wurde und gleichzeitig dann auch das „term limit“ abgeschafft hat und somit zumindest in der Theorie bis zu seinem Lebensende regieren kann. In den vergangenen Jahren und beim letzten Parteikongress wurde ganz klar, dass das Zentrum Peking gewillt ist die Peripherie noch stärker an sich zu binden (v.a. Taiwan und Hongkong). Das Anziehen an das Zentrum hat zu Bewegungen geführt – sowohl in Taiwan als auch in Hongkong: Die Regenschirmbewegung und die Sonnenblumenbewegung. Hier haben sich vor allem Student_innen gegen das Überstülpen von Chinas Einfluss gewehrt, in Taiwan ist das geglückt und in Hongkong sind die Protagonist_innen dieser Bewegung zu Gefängnisstrafen verurteilt worden.

Es zeigt sich, wenn eine Zentralmacht ihre Identitätsstiftung in Abgrenzung oder in Überstülpung der Peripherie gestaltet, dass das zu Gegenbewegungen führt.

Auch wir in Europa sind in einer Phase, in der wir die Frage nach unserer europäischen Identität stark diskutieren werden müssen, vor allem auch weil diese Frage von Bewegungen angeführt wird die genauso wie in den USA und China mit einer „Wir gegen die“ Rhetorik ihr Heil sucht.
Die Europäer_innen die in vielerlei Hinsicht verschieden sind, sind sich doch alle relativ einig, dass der Islam als Bewegung, als Religion, als Phänomen das mit der Migration nach Europa kommt, eigentlich das Hauptproblem der Gegenwart darstellt. In Europa erleben wir die Frage der Identität in starke Abgrenzung zum Islam und zur Zuwanderung aus islamisch geprägten Ländern.

Es finde eine Abgrenzungs- und Ausgrenzungspolitik statt, in Europa in Abgrenzung zu Migrant_innen aus islamisch geprägten Ländern und in den USA trifft es die Menschen aus Lateinamerika.
Die große Krise Europas ist es, das es verschiedene Europas gibt mit diversen Identitäten und auch unterschiedliche Wertekompasse gibt.
Europa wird in den kommenden Jahren einiges an Denksport leisten müssen, um überhaupt zu definieren: „wer sind wir?“. Auf Grundlage dieses „Wer sind wir?“ wird dann auch klar: „Was wollen wir eigentlich für die Zukunft?“. Wie will sich Europa bsp. in Hinblick auf Migration positionieren.

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NEOS Lab Event-Nachbericht 

Expert Roundtable: Work 4.0

Am 21. März 2018 fand der Expert Roundtable zu unserer Studie „Work 4.0 – Automation and the European Labor Market“ mit Studienautor Georg Eder und dem wissenschaftlichen Leiter Dieter Feierabend statt. Wesentlichste Erkenntnis nach der Analyse von 150 Studien war, dass sich die Digitalisierung auf alle Arbeitsbereiche auswirkt und dass sich die Diskussion um die Arbeitswelten daher hauptsächlich um Tasks, also Tätigkeiten die man in einem Beruf macht, drehen sollte und weniger um die Summe von ganzen Jobs. Was sich zeigt ist, dass manche Jobs in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr bestehen werden, aber gleichzeitig zeigt die Empirie, dass ein Drittel der Jobs, die in den letzten 25 Jahren geschaffen wurden, Berufe sind, die vor 25 Jahren noch gar nicht existiert haben.

Wichtig ist es, die Sozial-& Gesundheits- und Bildungssystem zu reformieren, damit Personen, die in neuen Arbeitsformen tätig sind (z.B. der vielzitierte Uber-Fahrer), ebenso Zugang zu Sozial- und Gesundheitsleistungen haben, wie Personen die in „klassischen“ Arbeitsformen tätig sind. Angesichts der rasanten technischen Entwicklungen, müssen sich auch die Formen, in denen wir Gesetze erarbeiten, ändern. Finnland beispielsweise ist ein gutes Fallbeispiel für eine moderne experimentelle Sozialpolitik, die evidenzbasiert für gute Lösungen sorgt und bei denen Betroffene, Expert_innen und staatliche Akteure gemeinsam an konkreten politischen Lösungen arbeiten.


NEOSLabTalk: Auf dem Weg zur illiberalen Demokratie?

Im NEOS Lab fand ein spannender Talk zu „Rechtsstaatlichkeit“ mit Irmgard Griss und Niki Scherak statt.

Der Rechtsstaat: das Recht regiert die Politik und nicht die Politik das Recht, ruleoflaw. Die Trennung von Justiz und Verwaltung ist etwas was in illiberalen Demokratien der erste Angriffspunkt ist, bsp. Ungarn: die erste Maßnahme unter Orban die er getroffen hat, war, die Unterminierung der Unabhängigkeit der Justiz. Ein wesentlicher Punkt einer Demokratie ist das tatsächliche Funktionieren der Trennung von Justiz und Verwaltung. Entscheidend für einen Rechtsstaat sind auch klare und verständliche Gesetze.

Zwei Aspekte sind momentan sehr spannend: was ist konkret mit Bürgerrechten und was müssen wir von der Bundesregierung in Bezug auf die Einschränkung der Bürgerrechte erwarten. Auch die Frage des Stils und der Stimmung hin zu Illiberalität bereitet Sorge. Zwar wurden schon seit Jahrzehnten schleichend unsere Grundrechte eingeschränkt und rechtsstaatliche Prinzipien über Bord geworfen, aber diese neue demokratieeinschränkende Dimensionen geben schon Anlass zur besonderen Vorsicht. Große Sorgen bereitet auch das Unverständnis gegen und die Verachtung von ungeschriebene(n) Gesetze(n) einer demokratischen Kultur.
Wichtig ist eine starke Opposition, eine Zusammenarbeit bei Themen die NEOS-Grundsätze (Rechtsstaatlichkeit, Freiheit & Nachhaltigkeit) widerspiegeln.
Ein Fazit der Veranstaltung: Österreich ist nicht Ungarn & Kurz ist nicht #Orban: In Österreich haben wir eine starke Zivilgesellschaft, es gibt Parteien, die Widerstand leisten können und wir haben eine kritische Medienlandschaft. Daher ist kein Grund zur Panik gegeben, aber zur Wachsamkeit.

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NEOS Lab Event-Nachbericht 

NEOSLabTalk zu Außen-,Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Ein spannender Event bei uns im NEOS Lab mit Brigadier Wolfgang Wosolsobe und NEOS-Abgeordneter Douglas Hoyos.
Österreich sollte sich aktiv an Initiativen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) der EU beteiligen und diese mitgestalten. Dies gilt besonders für jene Projekte im Bereich der PESCO, für die Österreich seine Beteiligung bereits angekündigt hat. Um militärisch ein konstruktiver Partner zu sein, braucht es aktive politische Unterstützung aller Maßnahmen im Bereich der EU, welche die im Bereich der GSVP aufgebaute Dynamik fördern und zur konkreten Umsetzung einzelner Maßnahmen führen. Das erfordert auch finanzielle Entschlossenheit, etwa bei den PESCO-Projekten. so Wosolsobe.
Auch NEOS sieht das gemeinsame Ganze: Die Verteidigungspolitik der neuen Bundesregierung muss auch aus einem europäischen Blickwinkel betrachtet und beurteilt werden. Im entsprechenden Kapitel des Regierungsprogrammes von Türkis/Schwarz-Blau findet sich wenig, das als ein eindeutiges Bekenntnis zu einer gemeinsamen europäischen Vorgangsweise bei Sicherheit und Verteidigung gedeutet werden kann. Nationalstaatliche Kleinkariertheit ist in diesem Bereich besonders teuer und riskiert langfristig die Sicherheit Österreichs. Bei diesem Thema geht es nur gemeinsam mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten.

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NEOS Lab Leseempfehlung

Was ist die gesellschaftliche Vision der Sozialdemokratie?

Die europäische Sozialdemokratie lässt derzeit eine gemeinsame Vision im 21. Jahrhundert vermissen. Stattdessen gibt es drei unterschiedliche Stoßrichtungen, die aber allesamt viele Fragen offen lassen, wie Josef Lentsch in einem NZZ Gastkommentar (vom 28. Oktober 2016) pointiert schreibt. Er hält Christian #Kern zugute, „dass er innerhalb seiner kurzen Zeit als SPÖ-Vorsitzender mehr zum intellektuellen Diskurs über die Sozialdemokratie angeregt hat als Werner Faymann während seiner gesamten Amtszeit.“ Weiterlesen …


NEOS Lab Leseempfehlung

Wie sehen führende Unternehmer_innen die digitale Transformation der Wirtschaft?

In unserem heutigen Lesetipp zeigt eine mehrperiodige Studie, wie Unternehmer_innen den digitalen Wandel wahrnehmen und welche Herausforderungen auf uns zukommen werden. Dabei werden speziell die Automobil, Pharma-, Finanz- und Touristikbranche näher beleuchtet – so erwarten 48% aller Befragten bis 2030 den Durchbruch für autonomes Fahren!

Studie_Digitale_Transformation_der_Wirtschaft_2015_2016


Am Morgen danach –  „Rapid Response“ zur Bildungsreform

18. November 2015 – Am Vortag präsentierte die Regierung die lange erwartete Bildungsreform. Nachdem dabei weder die Zivilgesellschaft, Schulpartner oder Oppositionsparteien ausreichend eingebunden waren, luden wir „am Morgen danach“ zu einem ersten Stimmungsbild und holten Rückmeldungen von den direkt Betroffenen ein, darunter: Niki Scherak, stv. NEOS Klubobmann, Maximilian Gnesda, Bundesschulsprecher, Paul Kimberger, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Pflichtschullehrinnen und Pflichtschullehrer, Heidemarie Lex-Nalis, Sprecherin der Plattform EduCare, Elisabeth Rosenberger, Vorsitzende Verband der Elternvereine an den höheren und mittleren Schulen Wiens, Heidi Schrodt, Vorsitzende von BildungGrenzenlos und Buchautorin. NEOS Lab Direktor Josef Lentsch moderierte die Diskussion, an der sich auch das Publikum, darunter Bildungsexperte Daniel Landau, rege beteiligte.

Der Bildungsreform fehlt die Vision
Während die Bundesregierung ihren vermeintlichen Erfolg feiert, sind sich am Podium alle Diskussionsteilnehmer_innen einig: „Eine Reform ist das keine“. Durchwegs positiv bewertet wurden lediglich der Ausbau von Highspeed-Internet und WLAN in allen Schulen, der verbesserte Datenaustausch zwischen Kindergarten und Volksschule sowie die Einführung des zweiten verpflichtenden Kindergartenjahres. Auch wenn dazu bereits zu Beginn von Heidi Schrodt, der Vorsitzenden von BildungGrenzenlos, angemerkt wurde, dass es sich im Grunde um einen Etikettenschwindel handelt: „Immerhin besuchen bereits jetzt 95% aller Kinder im entsprechenden Alter einen Kindergarten. Viel ändert sich also nicht.“ Kritik gab es zunächst auch seitens Sprecherin der Plattform EduCare, Heidemarie Lex-Nalis: „Die Reform ist eine Enttäuschung. Sie bringt eine Reihe von Aufgaben für alle Beteiligten, ohne aber geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Das zeigt sich schon daran, dass es erneut keine tertiäre Ausbildung für Kindergartenpädagoginnen geben wird.“ Bundesschulsprecher Maximilian Gnesda argumentierte aus Sicht der Hauptbetroffenen, nämlich den Schüler_innen in Österreich: „Wir freuen uns, dass zumindest wieder über Bildung gesprochen wird – das ist nicht selbstverständlich. Die Bildungsreform ist ein erster Schritt, die Erwartungen sind nicht erfüllt. Wichtig wäre etwa, dass endlich eine echte modulare Oberstufe kommt, damit Schülerinnen und Schüler endlich ihre Talente und Interessen optimal fördern können.“

Alle Diskussionsteilnehmer_innen waren sich einig, dass für eine ernstzunehmende Bildungsreform generell die Vision fehle. So sei etwa die Obergrenze von 15% für die Modellregion „Gemeinsame Schule“ nicht ausreichend. Damit werde der Stillstand für die nächsten zehn Jahre fortgesetzt. Eine echte Schulautonomie sei trotz erster Schritte in die richtige Richtung nicht erkennbar. Paul Kimberger, der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Pflichtschullehrinnen und Pflichtschullehrer, kritisierte die in diesem Zusammenhang die Planlosigkeit der Regierung: „In den letzten Jahren hat geradezu eine Innovationshysterie stattgefunden. Die Kraft der Weiterentwicklung liegt in den Schulen nicht bei der Politik. Die Lehrerinnen und Lehrer sind da oftmals schon viel weiter.“ Dass auch die neuen Bildungsdirektionen nicht den internationalen Standards entsprechen, kritisierten Heidi Schrodt und der stellvertretende NEOS-Klubobmann Niki Scherak: „Diese Einrichtungen bleiben weiterhin politisch gelenkt und bringen im Grunde überhaupt keine Veränderung.“

Größter Kritikpunkt: Die fehlende Einbindung der Schulpartner und der Oppositionsparteien in die Verhandlungen zur Schulreform. „Sowohl die Öffentlichkeit als auch die Schulpartner und die Oppositionsparteien im Parlament wurden aus den Beratungen der Bildungsreformkommission und des Bildungsministeriums ausgeschlossen. Wie auf so eine Art und Weise tragfähige und von der Breite mitgetragene Lösungen erarbeitet werden sollen, ist mir unverständlich“, kritisierte Niki Scherak. Elisabeth Rosenberger, Vorsitzende Verband der Elternvereine an den höheren und mittleren Schulen Wiens, ergänzte: „Dass gerade jene Menschen keine Mitgestaltungsmöglichkeit haben die es am meisten betrifft, zeigt wie hier mit Schülern, Lehrern und Eltern umgegangen wird.“

Am Podium war man sich einig, dass ein gemeinsames Reformprojekt nur im Rahmen eines integrativen, parteiübergreifenden Dialogprozesses entwickelt werden könne. „NEOS fordern umfassende Autonomie in pädagogischer, finanzieller und personeller Hinsicht. In der Gesetzgebungsphase kann jetzt wohl nur noch an kleinen Schrauben gedreht werden – der große Wurf wird das nicht mehr. Dennoch geben wir nicht auf und bleiben auch weiterhin zur konstruktiven Mitarbeit bereit “, merkte Niki Scherak abschließend noch an.

Zusätzliche Berichte zum Thema:

Ö1 Journal um fünfDer Standard, Kleine Zeitung, Tiroler Tageszeitung, Salzburger Nachrichten. Leider sind die ZIB-Trailer nicht mehr in der TV-Thek abrufbar.


 Großbritannien: Mutiger Bürokratieabbau

2011 wurde die „One-In-One-Out-Regel“ für Regulierungen eingeführt. 2013 wurde nachgebessert: Auf „One-In-Two-Out“ verschärft. 214 Regulierungen wurden seither gestrichen. Britische Unternehmen ersparten sich 3 Mrd. Euro. Ähnliche Regelungen bestehen schon in Italien, Frankreich, Spanien, Litauen, Portugal und seit kurzem auch in Deutschland.

Den gesamten Policy Brief „Aufschwung am Arbeitsmarkt“ finden Sie hier: http://www.aufschwung-austria.at/#policy-brief


Schweden: Nachhaltige Konsolidierung der Staatsausgaben

Während auch in Schweden das Wirtschaftswachstum schwach ist, zeigt sich, dass die Reformen in den 1990ern wie die Überführung der verschiedenen Sozialversicherungen oder die Bündelung der Leistungen bei Pensionen, Krankenversicherung, Wohnbeihilfe und Kindergeld zu einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Fiskalpolitik geführt haben. Das wiederum wirkt sich bis heute positiv auf die Entwicklung und Sicherung von Arbeitsplätzen aus.

Das schwedische Pensionsmodell basiert auf einem Lebenseinkommensprinzip. Jeder zahlt auf ein fiktives Pensionskonto ein. Beim Pensionsantritt wird der Betrag auf dem Konto durch die Zahl der zu erwartenden Lebensjahre dividiert. Der größte Vorteil des schwedischen Modells ist, dass das Pensionsantrittsalter automatisch an die demographische Entwicklung angepasst wird. Steigt die Lebenserwartung, steigt auch das Pensionsantrittsalter.

Der Pensionsantritt ist in einem bestimmten Rahmen flexibel, allerdings besteht ein Bonus-Malus-System. Wer vor 67 Jahren in Pension geht, muss Abschläge in Kauf nehmen. Durch die Einführung dieses Bonus-Malus-Systems konnte das tatsächliche Pensionsantrittsalter auf 64,6 Jahre angehoben werden. Das ist EU-Rekord!

Den gesamten Policy Brief „Aufschwung am Arbeitsmarkt“ finden Sie hier: http://www.aufschwung-austria.at/#policy-brief


Dänemark: Frühkindliche Sprachförderung

In Dänemark gibt es für alle Kinder im Alter von drei Jahren eine Sprachüberprüfung. Kinder, bei denen eine entsprechende Notwendigkeit festgestellt wird, nehmen an einem Sprachstimulationsprogramm teil. Damit bleibt ausreichend Zeit für die Sprachvorbereitung vor dem Eintritt in die Volksschule. Maßnahmen wie diese haben dazu geführt, dass Dänemark den geringsten Anteil von Armut oder von sozialer Ausgrenzung bedrohter Kindern aufweist.

Weitere Informationen finden Sie auf: www.aufschwung-austria.at 


Jugend-Partizipation nach Schweizer Vorbild

„Die 60 bestehenden Jugendparlamente (auch Jugendräte genannt) der Schweiz und Liechtensteins sind jeweils unterschiedlich organisiert, haben aber alle zum Ziel, sich für die Jugendlichen einzusetzen. Jugendliche wollen mitbestimmen und konkret etwas erreichen. Jugendparlamente führen entsprechende Projekte durch und sind in Jugendfragen Ansprechpartner für Behörden und Politik. Die Jugendlichen übernehmen dabei Verantwortung und erwerben politische, soziale sowie organisatorische Fähigkeiten. Jugendparlamente fördern die politische Partizipation und betreiben Jugendförderung im politischen Bereich.“ (jugendparlamente.ch)

Könnte das ein Vorbild für Österreich sein?

Man könnte in allen Bezirken Wiens einheitliche Bezirksjugendparlamente nach Schweizer Vorbild schaffen, an denen Jugendliche bis 25 teilnehmen; diese würden mit Budget sowie Rede- und Antragsrecht in den Bezirksparlamenten ausgestattet werden. Auf Landesebene könnte ein Landesjugendparlament geschaffen werden, welches aus gewählten Mitgliedgliedern der 23 Bezirksjugendparlamente besteht und die Vertretung der Interessen Jugendlicher gegenüber dem Landtag wahrnehmen würde (Mitsprache und Stellungsnahmerecht für jugendspezifische Landesangelegenheiten). Um die Beteiligung von jungen Menschen zu erhöhen, sollte darüber hinaus verstärkt auf Online-Partizipation gesetzt werden.


Betriebe stehen vor einem ungelösten Bildungsproblem

Betriebe, die Lehrlinge ausbilden möchten, stehen vor einem ungelösten Bildungsproblem. Spricht man mit Unternehmer_innen über Lehrstellensuchende, kommt meist die gleiche Antwort: Es fehlt, und das ist oft beschämend, an grundlegenden Fähigkeiten. Sowohl das mathematische bzw. technische Verständnis, als auch sprachliche Grundkenntnissen sind nur unzureichend vorhanden. Rund ein Fünftel (!) der Pflichtschulabgänger kann z.B. nicht sinnerfassend lesen.

Kompetenzen Lesen Kompetenzen Mathematik


Sieben Fragen, die Hans Bürger Eva Glawischnig stellen sollte: #ORFSG15

1. Können die Grünen noch das Kontrollmandat für sich in Anspruch nehmen, jetzt wo sie in 6 von 9 Landesregierungen sitzen?
2. Wie kann es eigentlich sein, dass von 6 Landesregierungen, in denen die Grünen sitzen, 4 die Asylquote nicht erfüllen?
3. Würden Sie auf Bundesebene eine Koalition fortsetzen, wenn Ihnen Ihr Koalitionspartner einen Abgeordneten abwirbt, um eines Ihrer zentralen Wahlversprechen abzudrehen?
4. Wie hoch müssten die Steuern und Abgaben in Österreich sein, damit ein gut ausgebauter Sozialstaat ohne neue Schulden zu finanzieren wäre?
5. Zu Beginn der Geschichte der Grünen haben sie sich vehement für Kürzung der Parteienförderung ausgesprochen, nun nicht mehr – was hat sich geändert?
6. Würden die Grünen eine parlamentarische Initiative zur Einführung einer Transparenzdatenbank (für staatliche Transfers und Förderungen) unterstützen? Wenn nein: warum haben die Steuerzahler_innen kein Anrecht das zu erfahren?
7. Sie sind seit mittlerweile 16 Jahren Abgeordnete im österreichischen Nationalrat. Wie stehen Sie einer Beschränkung der Amtszeit von Politiker_innen gegenüber?

Fragen an Glawischnig


Schulinspektoren schaffen sich ab

„Die zentrale Rolle der Schulaufsicht spielt das Finnische Zentralamt für Unterrichtswesen. Dieses ist, wie bereits ausgeführt, als oberste Steuerungsinstanz angesiedelt. Für einen Österreicher geradezu revolutionär anmutend, gibt es in Finnland keine Schulinspektoren und somit auch keine Schulinspektionen. Bestechend daran, dass sich die Schulinspektoren, laut Rainer Domisch*, selbst aufgelöst haben, da sie in ihrer Tätigkeit keinen Sinn mehr gesehen haben. Noch bestechender mutet allerdings das System der Evaluierung an, das an die Stelle der Schulinspektion getreten ist. Jährlich findet an einem Fünftel aller Schulen eine Überprüfung der Schülerleistungen statt, begleitet von einer Evaluierung der pädagogischen Arbeit. Es gibt kein festes Rad, sondern die Schulen werden zufällig unter Beachtung einer repräsentativen Zusammenstellung ausgewählt. Es wird allerdings darauf geachtet, dass jede Schule rund alle fünf Jahre darunter ist. Aus den Ergebnissen wird ein gesamtfinnischer Durchschnitt errechnet, der veröffentlicht wird und mit dem jede Schule ihr eigenes Ergebnis vergleichen kann.“ (Quelle: http://ow.ly/PYIvU)

*Rainer Domisch (1945 – 2011) war ab 1979 maßgeblich am Reformprozess des finnischen Schulsystems beteiligt, 2009 designierter hessischer Kultusminister und Vorsitzender der Expertenkomission „Zukunft der Erziehung und Bildung“.