NEOS Lab Facilitator Training

Neubaugasse 64-66, Wien
27. Mai 2015, 17:30 Uhr

Entscheidungs- und handlungsfähig bleiben in schwierigen Situationen

Hintergrund

Ehrenamtliche Führungskräfte im Bezirk und auf der Landesebene sind immer wieder mit Konflikten, Meinungsverschiedenheiten und Interessengegensätzen in ihren Teams konfrontiert.

Zumeist werden diese als Teil des politischen Meinungsprozesses verstanden und konstruktiv bewältigt. Wenn diese Dynamiken zu Innenschau, Stillstand und Passivität führen, riskiert jede politische Bewegung wertvolle Zeit zu verlieren und Ressourcen ungenutzt zu lassen. Zusätzlich riskiert eine Bürger_innenbewegung gute Leute abzuschrecken oder zu verlieren.

Facilitating Kompetenz ist gefragt!

Zielsetzung

Ziel des 3-moduligen Trainings ist es die Teilnehmer_innen in ihrer Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit für die politische Arbeit in und mit Teams zu stärken. Mit leicht anwendbaren Methoden, Reflexion zum eigenen Verhalten und Austausch unter Peers können die Teilnehmer_innen einen nächsten Schritt in ihrer Kompetenz machen.

a) Wie sehen neue Wege aus, um Lösungen zu finden?

b) Wie können wir uns in den vorhandenen unlösbaren Spannungsfeldern konstruktiv bewegen?

c) Wie verschieben wir die Grenzen, die Teil unserer politisch orientierten Arbeit sind?

Inhalte

Die 3 Workshops sind modular aufgebaut.

Modul 1 – Neue Wege um Lösungen zu finden

Wir entwickeln gemeinsam Methoden und erproben diese anhand von konkreten Teilnehmer_innenfällen aus. Die Methoden orientieren sich an den zur Verfügung stehenden Ressourcen und den möglichen Lösungen. Im Mittelpunkt stehen Facilitating-Methoden die auf der Theorie U von C. Otto Scharmer beruhen.

Modul 2 – Arbeiten in Spannungsfeldern

Bewegen in Spannungsfeldern ist ein wesentliches Erfolgsmerkmal politischer Organisationen. Die Heterogenität der Gesellschaft bildet sich in den politischen Organisationen ab. Erfolgreiche Ausverhandlungsprozesse entscheiden über Erfolg und Misserfolg. Ob die Themen die großen gesellschaftsrelevanten Herausforderungen wie Bildung, Pensionen oder Steuern sind, oder wo, wer, wie im Bezirk die Jugendlichen anspricht, ist für den Ausverhandlungsprozess egal. Wichtig ist sein Gelingen.

Modul 3 – Arbeiten an der Grenze

Politische Arbeit hat immer mit Verschieben von Grenzen zu tun: a) inhaltlich, b) organisatorisch c) emotional.

Dies betrifft besonders die politisch engagierten Menschen, denn auch sie verschieben

– jede/r auf seine/ihre Art – Grenzen wie z.B.

  • zum 1 Mal fylern oder Passant_innen ansprechen
  • in den politischen Diskurs gehen oder
  • sich prominent in der Öffentlichkeit zeigen oder
  • für Überzeugungen einstehen und im Mittelpunkt stehen
  • die Erfahrung, dass jede/r eine andere Grenze hat und darum das Bild entsteht,
  • dass sich Kolleg_innen zu für mich trivialen Themen außergewöhnlich schwierig verhalten
  • das Kennen und Benennen der eigenen Grenzen – die Zusammenarbeit an Grenzen gestalten

Trainerteam

Martina von Künsberg Sarre & Richard Hübner, promitto.

 Zeit & Ort

  • Modul 1, 27.5., 17:30 – 20:30, NEOS Lab
  • Modul 2, 10.6., 17:30 – 20:30, NEOS Lab
  • Modul 3, 19.6., 14:00 – 17:00, Wien Umgebung, t.b.c.

Anmeldung

Alle drei Termine sind bereits ausgebucht!