Psychische Gesundheit in Österreich – Eine Standortbestimmung in Pandemie-Zeiten

von Dieter Feierabend, 22.12.2020


Psychische Gesundheit ist ein Zustand des Wohlbefindens, in dem eine Person ihre Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv arbeiten und einen Beitrag zu ihrer Gemeinschaft leisten kann (Definition: WHO).  Psychische Gesundheit ist also mehr als nur die Abwesenheit von Erkrankungen und Symptomen und ein zentraler Bestandteil eines guten und gesunden Lebens.

 

Die COVID-19-Pandemie wirkt sich stark auf die psychische Gesundheit der österreichischen Bevölkerung aus: ersten Erhebungen des PSD in Wien hat sich bei 27% aller Wiener_innen eine Verschlechterung ihrer psychischen Gesundheit eingestellt. Eine österreichweite Studie der Sigmund-Freud-Universität hat festgestellt, dass 40% der Befragten Zukunftsängste äußerten und 27% berichteten überhaupt von generalisierter Ängstlichkeit.

Besonders gefährdet von einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit sind Personen, die direkt vom Corona-Virus betroffen waren, das Gesundheits- und Pflegepersonal, Menschen die in ökonomisch prekären Situationen leben, und Personen, die schon vor der Pandemie psychische Erkrankungen aufwiesen. 

Warum die Herausforderungen durch die Pandemie größer werden, Österreich im Vergleich schon zuvor eher eine Unterversorgung im Bereich der psychischen Gesundheit aufwies und welche Handlungsoptionen es gibt, das hat Dieter Feierabend in seiner Analyse zusammengetragen.

Die Analyse können Sie hier  herunterladen

Abstract

Die Pandemie ist sicherlich noch nicht vorbei und wir werden noch eine Zeit lang physische Kontakte einschränken und mit Social-Distancing leben müssen. Welche Auswirkungen die Pandemie auf unsere psychische Gesundheit hat und vor welchen Herausforderungen unser Gesundheitssystem dadurch steht, darum geht es in der aktuellen Analyse. 

Die psychische Pandemie und hausgemachte Hürden

Jugend I. Systematische Versäumnisse verschärfen die Auswirkungen der Coronakrise auf die psychische Gesundheit junger Menschen. 
Ein Kommentar von Dieter Feierabend.