Die Suche nach einem neuen ÖBAG-Chef ist voll im Gange. Mit einer Nachbesetzung ist es aber bei weitem nicht getan – es braucht eine Neustrukturierung des Aufsichtsrates, der offensichtlich nicht im Sinne des Unternehmens und schon gar nicht zum Wohl der Österreicher_innen gehandelt hat. Schlussendlich verwaltet die ÖBAG ein Staatsvermögen von rund 26 Mrd. Euro und verwaltet damit Anteile des Staates an wichtigen börsenotierten Firmen wie OMV, Telekom Austria, Post und Verbund. Es braucht daher eine klare Strategie, um die ÖBAG in die Zukunft zu führen – darüber haben wir uns mit der Unternehmerin Viktoria Kickinger, dem Juristen Walter Doralt und mit der NEOS-Vorsitzende Beate Meinl-Reisinger unterhalten.

(c) NeueZeit.at / www.oebag.gv.at

 amPUNKT Podcast 
 mit Viktoria Kickinger: 
 Postenschacher – Wenn Partei 
 Kompetenz schlägt 

Im Zuge der Causa ÖBAG wurde deutlich, dass die Republik ihre Beteiligungen professioneller aufstellen muss. Es braucht eine Neustrukturierung des Aufsichtsrates, der offensichtlich nicht im Sinne des Unternehmens und schon gar nicht zum Wohl der Österreicher_innen gehandelt hat - verwaltet die ÖBAG schließlich ein Staatsvermögen von rund 26 Mrd. Euro. Mit Viktoria Kickinger, die in etlichen staatlichen Unternehmen, auch beim ÖBAG-Vorgänger ÖIAG, in führenden Positionen tätig war und Universitäts- und mehrfache Aufsichtsrätin ist, haben wir über Wege aus der aktuellen Krise der österreichischen Beteiligungsholding gesprochen.

 Die Presse - Kommentar 
 Warum es eine Reform der 
 ÖBAG braucht 

(c) Peter Kufner

Nicht erst der Abgang von Thomas Schmid sorgt für Handlungsbedarf. Die Republik muss ihre Beteiligungen professioneller aufstellen.

 amPUNKT Video 
 ÖBAG: Wie der Staat planlos 
 mit Milliarden umgeht 

Wir sollten die ÖBAG-Causa als Anlass nehmen, um nicht weiter über widerliche Chats und unprofessionelles Management zu diskutieren, sondern endlich die großen strategischen Fragen zu beantworten: Wofür braucht der Staat Anteile jenseits der Sperrminorität? Warum ist es Aufgabe des Staates Anteile an den Casinos Austria oder der Telekom zu halten, wenn diese Bereiche zugleich massiv reguliert werden? Und schaffen wir es den Markt für Beteiligungskapital endlich nach internationalen Vorbildern zu regulieren? Mehr dazu im aktuellen anPUNKT Video.

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 Let's Talk@Lunch  
 Der Staat als Investor – Gefahr 
 für unseren Wohlstand?

 

 

"Man muss zwischen zwei Großmodellen unterscheiden, das des Staatsfonds und das der Beteiligungsgesellschaft, wie auch die ÖBAG eine ist. Und dafür braucht es eine strategische Entscheidung, ob der Österreichische Staat hier aktiv führen oder nur politisch verwalten möchte – darüber muss man sich klar werden." 
Michael Böheim, Industrieökonom

 Der Staat als Investor – Gefahr für 
 unseren Wohlstand? 

Trotz vieler Privatisierungswellen kommt dem Staat auch in Zeiten der Globalisierung weiterhin eine große Bedeutung als Eigentümer von Unternehmen zu. Nicht zuletzt wurde das rund um die ÖBAG-Diskussion wieder besonders deutlich - verwaltet die österreichischen Beteiligungsholding doch ein Staatsvermögen von rd. 26 Mrd. Euro. Mit Michael Böheim, einem der Autor_innen der jüngst beim WIFO erschienenen Studie "Der Staat als langfristiger Investor", sprechen wir über Wege aus der aktuellen ÖBAG-Krise, wie wir verhindern wollen, dass der Staat über die ÖBAG zum Co-Eigentümer von tausenden kleinen Betrieben wird und über Einsatzmöglichkeiten und Grenzen von staatlichen Unternehmensbeteiligungen.

Podium:

  • Michael Böheim, Industrieökonom, WIFO
  • Lukas Sustala, Direktor des NEOS Lab (Moderation)

Pressegespräch 

Nach dem ‚Schmid-Chaos‘ – Wie geht’s mit der ÖBAG weiter?

27. Mai 2021

Spätestens ab Ende März 2022 braucht die ÖBAG einen neuen Chef, wenn Alleinvorstand Thomas Schmid als Chef der Staatsholding gehen muss. Mit einer Nachbesetzung ist es bei weitem nicht getan – es braucht eine Neustrukturierung des Aufsichtsrates, der offensichtlich nicht im Sinne des Unternehmens und schon gar nicht zum Wohl der Österreicher_innen gehandelt hat. Wie es gelingen kann die ÖBAG in die Zukunft zu führen – darüber haben die Unternehmerin Viktoria Kickinger, der Jurist Walter Doralt, NEOS-Vorsitzende Beate Meinl-Reisingerund der Ökonom und NEOS Lab Direktor Lukas Sustala gesprochen.