6. April 2021 – Staatliche Hilfen und gelockerte Insolvenzregeln haben im Jahr der schwersten Wirtschaftskrise in der Geschichte der Zweiten Republik zur paradoxen Situation geführt, dass es so wenige Pleiten gab wie zuletzt 1990. Nach Auslaufen der Sonderregeln droht nun aber eine Pleitewelle. In diesem Policy Brief analysiert das NEOS Lab, wie nach dem Vorbild des Chapter-11-Verfahrens in den USA Unternehmen erfolgreich restrukturiert werden könnten.
 
 

 Policy Brief 

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Abstract

In Österreich gibt es keine Kultur des Scheiterns. In seinem Policy Brief „Raus aus dem Schuldengefängnis“ zeigt Günther Oswald auf, wie durch die Umwandlung von Fremdkapital in Eigenkapital der Fortbestand von Unternehmen gesichert werden kann und welche sozialpolitischen Akzente nun Selbstständigen helfen könnten.

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Keine Angst vor der Zombie-Apokalypse

Ökonomen warnen schon seit langem vor sogenannten Zombie-Unternehmen, die nur noch durch billige Kredite am Leben gehalten werden. Welche Maßnahmen es braucht, damit in Österreich das Gespenst der "Working Dead" nicht allzu lange umgeht, hat Lukas Sustala in einem Policy-Brief zusammengefasst und in diesem Video erläutert.

 


„Die Gesetze müssen noch stärker vom Sanierungsgedanken geprägt sein, denn die Corona-Krise und die damit verbundenen staatlichen Interventionen haben zu gewaltigen Verwerfungen innerhalb des Wirtschaftssystems geführt."

Weiterführende Studie

KSV1870 | März 2021
Insol­venz­ent­wick­lung zum 1. Quartal 2021: Firmenpleiten um fast 60 % gesunken

Laut aktueller KSV1870-Hochrechnung ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal 2021 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 59% gesunken. Das ist der niedrigste Wert seit 1977. Wann es zu einer Trendumkehr kommen wird, ist offen und hängt auch von weiteren künstlichen Eingriffen der Bundesregierung ab.
KSV1870: Insol­venz­ent­wick­lung zum 1. Quartal 2021
 

Literatur-Tipps / Links