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Schwedens Schulsystem in der Krise

Schwedens Schulsystem ist in der Krise. „Die schockierenden Ergebnisse schwedischer Schüler bei der jüngsten Pisa-Studie sind laut dem Gros der Bildungsexperten nur die Nachwirkung einer großen Schulreform aus den Neunzigern. Damals wurde nämlich die freie Schulwahl eingeführt, das heißt, jede Familie kann selbst entscheiden, auf welche Schule ihr Kind gehen soll“ schreibt der Standard.
Und weiter: „Die Schulen erhalten pro Schüler einen gewissen Geldbetrag, was einen Wettbewerb unter Schulen entfachen sollte. Dies führte jedoch vor allem zu sozialen Ungleichheiten: Es bildeten sich regelrechte „Schulghettos“ aus sozial benachteiligten Kindern und einem überproportional hohen Anteil an Nichtmuttersprachlern. Gleichzeitig gründeten sich vermehrt teure Privatschulen.“

Was sind die Ursachen dieser Entwicklung, die sich auch in den rapide schlechter werdenden Pisa-Ergebnissen spiegelt? Das große Problem sind nicht die freien Schulen per se, sondern die Kommunalisierung und Dezentralisierung des Schulsystems, die nicht hinreichend geplant waren und daher bei allen Akteuren (Kommunen, Lehrer_innen, Direktoren etc.) zu Misstrauen führten meint Alice Vadrot.

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