Train-the-Trainer: Module & Inhalte

ÜbersichtTTT_neu

Kick-Off

Innerhalb des Starttages soll eine gemeinsame Basis bezüglich des Wissens über NEOS, den Werten der Organisation, Strukturen und USPs geschaffen werden. Darüber hinaus werden die zentralen Aspekte der Ausbildung nochmals eingehend beleuchtet, um den zukünftigen Trainer_innen (Multiplikator_innen) eine Orientierung über das Programm und den Ablauf des Lehrganges zu vermitteln. Abschließend soll dieser Tag natürlich auch dem freudigen Start in die gemeinsame Ausbildung und der Vernetzung der Teilnehmer_innen untereinander dienen.

Inhalte des Kick-Offs

  • Orientierung über Programm und Ablauf
  • Erstes Kennenlernen der Gruppe
  • Bildung von Peer Groups
  • Methoden des Teambuildings erleben und anwenden können
  • Unterschiede zwischen Profit- und Non Profit – Kontexten, insb. politischen Organisationen
  • Werte, Strukturen, Geschichte und Besonderheiten von NEOS

Transferaufgabe bis zum Modul 1:

  • Selbstreflexion mittels standardisiertem Fragebogen zum Thema „Meine Rolle als Berater_in/Trainer_in“ – dieser Fragebogen dient als Themenquelle für das erste Modul

(Dauer 1 Tag)


Themenblock 1: Rollengestaltung und Verhaltenssteuerung

Modul 1: Selbstführung und Verhaltenssteuerung

In diesem Modul steht die eigene Persönlichkeitsentwicklung und Rollengestaltung im Mittelpunkt. An sich selbst lernen die Teilnehmer_innen wie Verhaltensveränderung funktionieren kann. Die Methoden, die die Teilnehmer_innen praktisch selbst durchlaufen, werden immer wieder reflektiert und Anwendungsmöglichkeiten skizziert. Das in diesem Modul erarbeitete persönliche Entwicklungsziel und die Umsetzungsstrategie werden die Teilnehmer_innen den Lehrgang hinweg begleiten. Impulse des / der Trainer_in behandeln Punkte wie: Neurobiologisches Grundwissen zum Thema Lernen, die Macht von handlungsorientierten Zielen, Lösungs- und Ressourcenorientierung vs. Problem- und Defizitorientierung, Erinnerungshilfen und psychosomatische Marker auf Basis des systemisch-konstruktivistischen Ansatzes.

Inhalte:

  • Meine Themen für eine erfolgreiche Multiplikator_innentätigkeit nominieren
  • Aus den Themen handlungsorientierte Ziele formulieren
  • Meiner Ressourcen bewusst werden und sie erweitern
  • Barrieren der Umsetzung identifizieren und entsprechende Strategien entwickeln
  • Wofür ist der Trainer verantwortlich: alles zu klären und zu organisieren, um den Job professionell machen zu können

(Dauer 1 Tag)

Modul 2: die Rolle des Multiplikators: Rede, Auftritt und deren Wirkung.

Dieses Modul thematisiert die Rolle des Multiplikators und wie das Setting gestaltet werden muss, um einen maximalen Lernerfolg zu erzielen. Dabei wird primär ein Fokus auf die Erwartungs-, Rollen- und Auftragsklärung gelegt. Darüber hinaus steht der Aspekt der Selbst- und Standpunktpräsentation im Fokus. Hierbei wird das Bewusstsein geschärft, welche Signale wie wirken. Bei diesen Signalen geht es vor allem um die Art und Weise wie man sich selbst und seine Anliegen präsentiert. Ein wesentliches Merkmal einer überzeugenden Persönlichkeit ist die Glaubwürdigkeit, weswegen der Schwerpunkt auf ein stimmiges und natürliches Auftreten gelegt wird.

Für die Trainingsleistungen werden hier sämtliche Sendekompetenzen trainiert:

  • Körpersprache und Raumsprache
  • Atem, Stimme, Sprechen
  • Reden und Vorträge halten
  • Vorbereitete und spontane Kurzstatements

(Dauer 1 Tag)

Transferaufgaben bis zum nächsten Modul:

  • Ein Peer-Group-Treffen zum Austausch über die Erfahrungen der eigenen Entwicklung
  • Als Einzelarbeit: Analyse eines politischen Interviews nach vorgegebenen Kriterien

Themenblock 2: Interagieren und andere führen

Modul 3: Führungskräfte und Teams fördern und fordern

In diesem Modul geht es um die Bedarfe von Führungskräften, Teams und Gruppen. Führung in NPOs und insbesondere politischen Organisationen folgt eigenen Gesetzmäßigkeiten und Dynamiken. In diesem Modul werden diese Besonderheiten für die Entwicklung von Führungsrollen in wechselnden Settings bearbeitet und trainiert. Darüber hinaus geht es um die Optimierung der Kooperation unterschiedlicher Teams und Gruppen.

Für die Trainingsleistungen werden folgende Kompetenzen trainiert:

  • Führungstools abseits von Entscheidungsmacht und Durchsetzungsrechten
  • Umgang mit Herausforderungen von Führungskräften
  • Teamdynamiken erkennen und lösungsorientiert nutzen
  • Lösungsorientierte Fragetechniken und Interventionen
  • Coachingtools zur Begleitung von Führungskräften in Freiwilligenorganisationen

(Dauer 1 Tag)

Modul 4: Gespräche, Debatten und Interviews

Im dritten Modul steht die Interaktion zwischen Menschen im Mittelpunkt. Der Fokus wird auf die politische Auseinandersetzung gelegt. Ziel ist es, in bestimmten Situationen (Medien- und Journalistengespräche, Wähler_innengespräche, Podiumsdiskussionen) selbstsicher, authentisch und überzeugend aufzutreten.

Folgende Kompetenzen werden trainiert:

  • (schwierige) Gesprächsführung und Schlagfertigkeit
  • Konfliktmanagement
  • Journalistengespräche, Podiumsdiskussionen und Gespräche mit Wähler_innen
  • Debattierfähigkeit
  • Umgang mit dem Spannungsfeld zwischen Authentizität und NEOS – Messages und – Werten.
  • Üben von Reframing

(Dauer 1 Tag)


 Themenblock 3: Moderieren und gestalten

Modul 5: Moderation von Klausuren und Meetings

Ziel dieses Moduls ist es, die Multiplikator_innen zu befähigen, mit Hilfe bewährter Methoden und Tools die knappe Zeit in Besprechungen effizienter und zielgerichteter zu gestalten.

Folgende Kompetenzen werden trainiert:

  • Gezielter Einsatz von Besprechungen (Festlegen von Zielen, Tagesordnung und Teilnehmerkreis)
  • Interventionen auf fachlicher, persönlicher und struktureller Ebene
  • Meetings zielführend vorbereiten
  • Schwierige Moderationssituationen gelassen meistern (Umgang mit Widerständen, schweigende/passive Teilnehmer_innen oder „Vielredner_innen“,…)

Folgende Methoden werden trainiert:

  • Elemente erfolgreicher Gesprächs- und Sitzungsführung
  • Kreativitätsmethoden, um neue Wege zu beschreiten
  • Problemlösungswerkzeuge

(Dauer 1 Tag)

Modul 6: Gestaltung von Schulungen und Trainings

Eine gute Vorbereitung ist bei der Gestaltung von Schulungen, Moderationen und Workshops die halbe Miete für den späteren Erfolg. Was dafür nötig ist, wie ein gelungener Ablauf gestaltet werden kann und wie mögliche Schwierigkeiten bereits vorab entschärft werden können, ist Thema dieses Moduls.

Folgende Kompetenzen werden trainiert:

  • Erstellung methodischer Abläufe und Designs für Workshops, Klausuren, Trainings und Coachings für unterschiedliche Zielgruppen
  • Aktive Gestaltung des Lerntransfers
  • Festlegen unterschiedlicher Lernziele
  • Situative Anpassung von Abläufen, Interventionen und Methoden auf die Teilnehmer_innen um unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen zu können
  • Umgang mit positiven und negativen Gefühlen, Stimmungen und Dynamiken in Gruppen
  • Formale und organisatorische Aufgaben und Aspekte resultierend aus der Zusammenarbeit mit dem Lab

(Dauer 1 Tag)


Evaluierungs- und Austauschtreffen

Spätestens sechs Monate nach Ende des letzten Modules treffen sich alle Teilnehmer_innen zur Evaluierung und Reflexion des Lehrganges sowie der eigenen Entwicklung und der Erfahrungen als Multiplikator_innen. Darüber hinaus werden die dokumentierten Praxiseinsätze besprochen.

(Dauer 1/2 Tag)


Peer Groups

Um den stetigen Wissensaustausch der Teilnehmer_innen zu gewährleisten, werden die Module durch Peer Groups ergänzt. In dieser Umgebung kann angstfrei experimentiert, laut nachgedacht und Theorie in den Alltag transferiert werden. Wichtig ist, dass sich jede_r in dieser Gruppe darauf verlassen können muss, dass er/sie hier ein_e Lernende_r ist und somit laut denken darf – ohne sicher sein zu müssen, dass das Gesagte, Versuchte auch richtig sein muss. Alle Anwesenden sind aufgrund ihrer individuellen Praxiserfahrung Expert_innen. Diese Erfahrungen gilt es zu nutzen. Die Peer-Groups werden im Rahmen des Lehrgangs gebildet und deren Aufgaben definiert.

Protokolle über Ablauf, Teilnehmer_innen, Inhalt und Ergebnisse der Treffen werden geführt.

Praxiserfahrung

Die Teilnehmer_innen des Lehrganges können im Idealfall schon während des Lehrgangs als Multiplikatoren oder Co-Trainer_innen für NEOS tätig werden und somit ihre Erfahrungen in Peer Groups und Modulen einfließen lassen und reflektieren. Diese Einsätze müssen dokumentiert werden.

Begleitendes Coaching

Bei Bedarf werden während des Lehrgangs Einzelcoachings für die Teilnehmer_innen durch das NEOS Lab angeboten.

 

Trainingskonzept: Gruppe Hollenstein in Kooperation mit NEOS Lab