« Zurück zur Übersicht

#turnaroundcamp – ein persönlicher Rückblick

11665444_1698512877048193_6482433869289396413_n

988554_10153455015839769_6289759275590982718_n

Das war es also, das erste deutsch-österreichische, liberale Barcamp aller Zeiten. Das was das Regionalbüro Berlin-Brandenburg der Friedrich-Naumann Stiftung und das NEOS Lab hier auf die Beine gestellt haben, war wohl in jeder Hinsicht einzigartig. 80 Personen mit den unterschiedlichsten Hintergründen, aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt (Spanien, Armenien, Deutschland, Österreich, etc.) kamen in Berlin zusammen und arbeiteten kollaborativ an einem echten #turnaround, an einer Umkehr im Denken. In Berlin mit dabei war auch eine Gruppe von 10 NEOS. 8 davon sind extra aus den verschiedensten österreichischen Bundesländern nach Berlin gereist, 2 Freunde aus NEOS X haben die bunte Truppe vervollständigt. Ziel des #turnaround war es, Zukunftsbilder zu schaffen, neue Ideen zu denken, neue und ungewohnte Zielvorstellungen zu definieren.

Gleich am ersten Tag gab uns Ali Mahlodji die Ehre. In einem sehr inspirierenden Vortrag ermutigte er Regeln zu brechen und neu zu denken. Er schloss mit einem Satz, der mir lange in Erinnerung bleiben wird „Wir alle sind in unserem Schicksals Business!“.

CIchAshXAAABluQ.jpg large

Ein Highlight am 2. Tag war ebenfalls der Morgen-Impuls von Gerald Reischl (Leiter futurezone) zu „Disruption im Denken“. Er schaffte es nicht nur einen Einblick in zukünftige Entwicklungen – vom Ernährungskonzepten mittels Insekten, über 3D-Drucker, über revolutionäre Entwicklungen in der  Krebsdiagnostik bis hin zu Cyborgs –  zu geben, sondern animierte auch zum Nachdenken. Denn, so wie Reischl es ausdrückte, „man muss sich mit der Zukunft auseinandersetzen, um die Zukunft gestalten zu können“! Und um die Zukunft zu gestalten, brauchen wir Anpacker und Umsetzer. Keine Superhelden oder Milliardäre wie Elon Musk, denn in einer digitalen Ära kann jeder bzw. jede zum Superhelden bzw. Superheldin werden! Wir brauchen Menschen wie Suguta Mitra, Initiator von „hole-in-the-wall“, die der Change vorantreiben und die Welt aktiv verändern.

11652048_1587697898148282_748821517_n

10995930_1699105046988976_4826930060473162342_n

So verschieden wie die Teilnehmer_innen, so verschieden auch die Themen, die von diesen in den Barcamp-Sessions angeboten wurden. „Datensicherheit und Datenschutz“, „Unternehmertum“, „digitale Souveränität“, „Netzaktivismus“, „Anders Wirtschaften“, „New Work“ waren nur einige der Themen, über die diskutiert werden konnte. Die Gruppengrößen variierten, es wurde sowohl in Kleingruppen, als auch in Gruppen von bis zu 20 Personen an den Themen der Zukunft gearbeitet.

11659281_1699108763655271_6474409168757015195_n

11650922_1587714178146654_1455080712_n

Den Nachmittag eröffnete Christoph Borschein, Geschäftsführer von „Torben, Lucie und die gelbe Gefahr“ mit einem erneuten Impuls. Er sprach über Digitalisierung und Leadership. Schnell, wahnsinnig schnell sogar. Er forderte eine neue Art der Bildung. Orientieren sollten wir uns dabei an den D5 und dem Ziel junge Menschen so früh wie möglich in der digitalen Welt zu befähigen. Interessant war auch seine Beobachtung, dass Politik sich zu langsam mit den brennenden Themen beschäftigt. Das und die Tatsache, dass die Entwicklung von Wissen immer schneller wird, bringt die Politik in die Bredouille. Das was wir laut Bornschein brauchen, ist ein mindshift und das Verständniss, dass die Digitalisierung die Zukunft ist. Daher braucht es hauptamtliche Experten in der Politik – oder in seinen Worten: „man darf auch Menschen anheuern, die sich mit etwas wirklich auskennen“.

CIgbeQxWEAIIo_g.jpg large

Nach einer erneuten und sehr spannenden Barcamp-Session, wo z.B. ich an der Session „New Work“ teilgenommen habe, kam diese unfassbar spannende Veranstaltung leider zu einem Ende.

Dieses Barcamp hat neue Maßstäbe in der Zusammenarbeit von liberalen in Europa und im Speziellen von Friedrich-Naumann-Stiftung und NEOS Lab gesetzt. Daran müssen wir uns zukünftig messen – und das werden wir auch. Denn der nächste #turnaround ist nicht weit, nicht als Veranstaltung, aber auch nicht in unserer schnelllebigen Zeit.

 

Einen kleinen Einblick in die Veranstaltung, könnt ihr hier über Storify bekommen.

 

Besonderer Dank gebührt an dieser Stelle

  • Steffen Säbisch (GF Friedrich-Naumann Stiftung)
  • Anne Wellingerhof und ihrem gesamten Team (hervorzuheben ist hier Kay Ehrhardt, der nicht nur einen richtig großartigen Job gemacht hat, sondern auch menschlich ein ganz Großer ist), FNS Regionalbüro Berlin-Brandenburg
  • Wolfram Sauer (einer der Steine des Anstoßes dieser Veranstaltung und eine menschliche Bereicherung)