Dashboard: Der Arbeitsmarkt im Ausnahmezustand

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Die Covid-Krise hat den Arbeitsmarkt schwer getroffen. (1) Die Arbeitslosenrate ist auf den höchsten Stand der zweiten Republik gestiegen. Saisonal bedingt ist die Arbeitslosigkeit zwar seit Juni wieder gesunken, doch noch immer sind deutlich mehr Menschen auf Arbeitssuche als noch vor dem Ausbruch der Pandemie. (2, 3) Zusätzlich zur Arbeitslosigkeit sind immer noch rund 450.000 Menschen in Kurzarbeit. Immer noch ist jeder Fünfte auf dem Arbeitsmarkt mit Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit konfrontiert. (4) Der Arbeitsmarkt-Schock betrifft allerdings nicht alle Branchen gleichermaßen. Während im Gesundheitsbereich, der Informationstechnologie und etwa in der öffentlichen Verwaltung die Zahl der Beschäftigten im August 2020 höher liegt als im Vorjahr, ist diese Zahl in der Beherbergung und Gastronomie, bei vielen Dienstleistern (zB Arbeitsvermittler) und in der Industrie deutlich niedriger. (5) Die Steuern auf Arbeit sind im internationalen Vergleich trotz kleiner Steuerreformen in jüngerer Zeit sehr hoch. Beim durchschnittlichen Arbeitnehmer liegen die Steuern und Abgaben laut des jüngsten Vergleichs der OECD bei 47,9 Prozent, höher sind sie nur noch in Belgien, Deutschland und Italien. 

Quellen für die Inhalte und Grafiken:

Agenda Austria (2020): Jenseits der Kurzarbeit: Neue Jobs braucht das Land. Österreich in der Corona-Krise: Kapitel 6.

Arbeitsmarktservice (2020): Die Arbeitsmarktentwicklung von März bis Juli 2020. Spezialbericht Juli 2020.

Arbeitsmarktservice (2020): Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze und Know-how. Spezialbericht August 2020.

Bild: ©Kate Sade