« Zurück zur Übersicht

Warum politische Jugendarbeit?

Die meisten politischen Bewegungen, NGOs und ähnliche Organisationen bieten politische Bildung als Freizeitangebot für Jugendliche an. Gründe dafür gibt es viele. Zwei davon sollen hier vorgestellt werden. Im ersten Teil wird Jugendarbeit mit dem Begriff „Advocacy“ in Verbindung gebracht, im zweiten als Motor für politische Partizipation aufgezeigt.

Politische Jugendarbeit als Teil von „Advocacy“

„Advocacy“ ist ein politischer Prozess in dem einzelne Personen oder aber auch Gruppen versuchen Entscheidungsträger zu beeinflussen. Es geht darum, für ein Anliegen aufzustehen und zu versuchen, das Leben der Menschen nachhaltig zu verändern um eine bessere Welt zu schaffen.

Advocacy kann als ganzheitliches Konzept zur politischen Veränderung verstanden werden und umfasst unter anderem folgende Aktivitäten:

  • Bewusstseinsschaffung, Lobbying, Campaigning
  • Allianzen schmieden
  • Marketing und Werbung, Kommunikation
  • Diskussion mit und Beeinflussung von Entscheidungsträger_innen
  • Jugendarbeit

Gerade junge Menschen sind eine wichtige Ressource um politische und gesellschaftliche Veränderung voranzutreiben. Politische Jugendarbeit kann nachhaltig politische Bildung und Aufklärung leisten und so langfristig eine Veränderung in der Gesellschaft unterstützen.

Das Ziel: mehr politische Partizipation

Bürger_innenbewegungen leben ohne Frage davon, dass Bürger_innen aufstehen und ihre Geschicke in die Hand nehmen. Politische Jugendarbeit kann diesen Prozess unterstützen. Sie holt Jugendliche dort ab, wo sie gerade stehen und stellt eine Verknüpfung zwischen ihrem Alltag und der Politik her. Gleichzeitig können neue Fähigkeiten erlernt und trainiert werden, die für die politische Teilhabe eine besondere Relevanz haben. Die Schwelle, sich einzubringen wir so systematisch gesenkt. Jugendliche die bereits einmal politische partizipiert haben, sind eher geneigt dies auch wieder zu tun.

Der Präsentationsworkshop aber auch der Workshop „be present“ aus dem Jugendprogramm des NEOS Labs hatten zum Ziel, gemeinsam mit Lehrlingen und Schüler_innen im Alter von 14 bis 24 Ideen und Anliegen zu entwickeln. Gleichzeitig wurden Präsentationstechniken trainiert und Möglichkeiten gesucht, die eigenen Ideen gezielt einzubringen.

Aktuell wird im NEOS Lab ein integrierter Programmzyklus entwickelt, in dem die verschiedenen Formate aufeinander aufbauen und Jugendlichen nach und nach an politische Partizipation herangeführt werden. Details dazu folgen in meinem nächsten Blogbeitrag.

be present workshop