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Was Sebastian Kurz hätte sagen sollen

Ein Blogbeitrag von Josef Lentsch

Was Bundeskanzler Sebastian Kurz zu Herbert Kickl’s Aussage, Asylwerber_innen „zu konzentrieren“, gesagt hat, wissen wir:

„Wenn ich darauf angesprochen werden sollte, dann kann ich darauf verweisen, dass der Innenminister seine Aussage ja schon klargestellt hat“, sagte der ÖVP-Chef. „Ich glaube, dass diese Klarstellung auch wichtig war.“ (Quelle: Kurier)

Damit akzeptiert er nicht nur Kickl’s Version, dass die Aussage unabsichtlich zustande kam – schwer vorstellbar beim sprachlichen Mastermind der FPÖ – er betrachtet die Sache damit darüber hinaus als erledigt, ohne ihre Tragweite auch nur im mindesten zu würdigen. Die weltweite Presse sieht das anders.

Politisches leadership ist das keines. Neuer Stil auch nicht.

Was er stattdessen hätte sagen sollen:

„Solche Aussagen, selbst wenn sie unabsichtlich zustande kommen sollten, haben in meiner Regierung absolut keinen Platz. Hier darf kein Raum für Missverständlichkeit sein. Das ist uns in unserer historischen Verantwortung vollkommen bewusst. Ich habe daher mit dem Herrn Innenminister Kickl ein eingehendes Gespräch geführt, und er hat mir versichert, dass das kein weiteres Mal vorkommen wird.“

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