Alles zum Thema Raumplanung im NEOS Lab
Raum für Zukunft – unser Lehrgang für Raumplanung in Melk
In einem Lehrgang für Bodenschutz und Raumplanung in Melk lernten die Teilnehmer:innen innovative Konzepte für Ortskernbelebung und bessere Flächennutzung kennen.

© Philipp Pichler/NEOS Lab
Die diesjährigen Gemeindetage standen ganz im Zeichen der Raumplanung. Mit dem Titel „Raum für Zukunft“ wollten wir verdeutlichen, wie entscheidend eine vorausschauende Raumplanung für die Entwicklung österreichischer Gemeinden ist. Raumordnung ist nicht nur eine Frage der grundsätzlichen Entwicklung der Gemeinde, sondern auch immer eine wirtschaftliche und klimapolitische Frage, insbesondere dann, wenn es um den Bodenschutz geht.
Zersiedelung verbraucht wertvolle Böden und belastet kommunale Budgets. Denn abgelegene Siedlungsteile müssen an die notwendige Infrastruktur angebunden werden – etwa durch Straßen, Kanalisation und öffentliche Verkehrsmittel. Mit dem Bau allein ist es jedoch nicht getan: Die Infrastruktur muss auch langfristig erhalten und finanziert werden.
Wie lassen sich Ortskerne beleben?
Im Rahmen der Gemeindetage 2026 haben wir als NEOS Lab gemeinsam mit dem Klimabündnis Österreich erstmals einen vertiefenden Lehrgang zu Bodenschutz und Raumplanung für kommunale Verantwortungsträger:innen angeboten.
Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit zentralen Instrumenten der Raumplanung und des Bodenschutzes: Wie lässt sich Leerstand aktivieren und die wirtschaftliche Belebung von Ortskernen fördern? Wie ist die Raumordnung in Österreich organisiert, und welche Gestaltungsmöglichkeiten bieten Bebauungspläne den Gemeinden?

Wohnen, Co-Working und Kultur
Ein besonderes Highlight des Lehrgangs war die Exkursion zur Kulturtischlerei Melk. Lukas Fürst, Initiator des Projekts, gab uns Einblicke in die Geschichte der ehemaligen Tischlerei und die Pläne für ihre schrittweise Umgestaltung zu einem öffentlich zugänglichen Ort mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.
Wohnungen, Co-Working-Spaces und Kultur sollen in Zukunft den Abschluss eines neuen Viertels am Ende des Melker Boulevards bilden. Bemerkenswert daran ist, dass diese Initiative vom Unternehmer selbst vorangetrieben wird, der Eigentum mit Verantwortung für seine Gemeinde und Gemeinschaft verbindet.
Melk ist nur eines von vielen Beispielen in Österreich, die zeigen, wie Ortskerne belebt und bestehende Flächen besser genutzt werden können. Engagierte Menschen schaffen so neue Treffpunkte und wirtschaftliche Impulse, während zugleich wertvoller Boden geschützt wird. Mit den Gemeindetagen 2026 und dem vertiefenden Lehrgang wollen wir als NEOS Lab dazu beitragen, solche Projekte sichtbarer zu und gute Ideen für andere Gemeinden zugänglich zu machen.
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