Freiheit steht am Programm
Event im NEOS Lab

© NEOS Lab
Der Herbst ist da. Die Blätter werden bunter, die Tage kürzer und die Kalender voller. Im NEOS Lab steht wieder ein Termin an, der jedes Jahr ein bisschen aus der Reihe tanzt: die Rede an die Freiheit. Einer dieser Momente, bei denen es nicht um das nächste Hot Topic, den nächsten Beschluss oder die nächste Reform geht. Sondern um etwas, das größer ist als unser politischer Alltag.
Heuer wird Maria Kalesnikava die Rede im Parlament halten. Musikerin, Demokratieaktivistin, Symbol des Widerstands in Belarus. Eine Frau, die für Freiheit eingestanden ist und dafür jahrelang im Gefängnis saß. Wenn sie über Freiheit spricht, ist das keine theoretische Debatte. Sie weiß, was es bedeutet, wenn ein Regime einem die Freiheit nimmt. Und sie weiß, warum es sich trotzdem lohnt, für sie einzustehen.
Wir hierzulande diskutieren gerne darüber, was in unserer Demokratie besser laufen könnte. Und das ist gut so. Dafür gibt es das NEOS Lab: neue Ideen entwickeln, analysieren, Fragen stellen, Gewohntes hinterfragen und manchmal auch unbequem sein. Aber zwischen all den Diskussionen über Reformen, Institutionen und politische Verantwortung tut es gut, sich daran zu erinnern, worauf das alles eigentlich aufbaut.
Dass wir unsere Meinung sagen können. Dass wir widersprechen dürfen. Dass wir uns engagieren können, ohne dafür unsere Freiheit aufs Spiel zu setzen. Klingt selbstverständlich? Ist es nicht. Und war es auch in Europa nie.
Die Rede an die Freiheit ist deshalb für uns mehr als ein Fixpunkt im Veranstaltungskalender. Sie ist eine Erinnerung daran, dass liberale Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist. Sie braucht Menschen, die für sie einstehen, die sie verteidigen und die sich nicht damit abfinden, wenn Freiheit Stück für Stück eingeschränkt wird.
Draußen zeigt sich der Herbst in seinen schönsten Farben. Drinnen freuen wir uns auf einen Abend, der hoffentlich noch lange nachwirkt. Auf neue Perspektiven, auf nachdenkliche Momente und auf die eine oder andere unbequeme Frage.
Denn Freiheit ist nichts, was man einmal abhakt und dann für erledigt erklärt. Sie gehört nicht nur ins Geschichtsbuch, sondern immer wieder auf die Tagesordnung. Deshalb steht sie bei uns auch heuer wieder am Programm.
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