Dashboard: Der Arbeitsmarkt im Ausnahmezustand

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Die Covid-Krise hat den Arbeitsmarkt schwer getroffen. (1) Die Arbeitslosenrate ist auf den höchsten Stand der zweiten Republik gestiegen. Saisonal und durch die aktuellen Öffnungen bedingt sinkt die Arbeitslosigkeit seit einigen Monaten wieder, doch noch immer sind deutlich mehr Menschen auf Arbeitssuche als noch vor dem Ausbruch der Pandemie. (2) Zusätzlich zur Arbeitslosigkeit sind immer noch hundertausende Menschen in Kurzarbeit. Immer noch ist jeder Sechste auf dem Arbeitsmarkt mit Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit konfrontiert. (3) Der Arbeitsmarkt-Schock betrifft allerdings nicht alle Branchen gleichermaßen. Während am Bau, im Gesundheitsbereich oder der Informationstechnologie die Zahl der Beschäftigten höher liegt als vor der Pandemie, ist diese Zahl in der Beherbergung und Gastronomie noch immer deutlich niedriger. (4) Die Steuern auf Arbeit sind im internationalen Vergleich trotz kleiner Steuerreformen in jüngerer Zeit sehr hoch. Beim durchschnittlichen Arbeitnehmer liegen die Steuern und Abgaben laut des jüngsten Vergleichs der OECD bei 47,3 Prozent, höher sind sie nur noch in Belgien und Deutschland. 

Quellen für die Inhalte und Grafiken:

Agenda Austria (2020): Jenseits der Kurzarbeit: Neue Jobs braucht das Land. Österreich in der Corona-Krise: Kapitel 6.

Arbeitsmarktservice (2020): Die Arbeitsmarktentwicklung von März bis Juli 2020. Spezialbericht Juli 2020.

Arbeitsmarktservice (2020): Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze und Know-how. Spezialbericht August 2020.

Bild: ©Kate Sade