Talent hat viele Gesichter – Halbzeit beim Talentboard 2026
Politik & Pommes: Die Talentboard-Brüsselreise 2025
European Spirit – wichtiger denn je
Auch dieses Jahr bildete die Brüssel-Reise den krönenden Abschluss des Talentboards.

© NEOS Lab
Den krönenden Abschluss unseres Talentboards 2026 bildete unsere gemeinsame Reise nach Brüssel auf Einladung unserer Abgeordneten zum Europäischen Parlament, Anna Stürgkh und Helmut Brandstätter. Im Vorfeld wurde darüber gescherzt, ob uns Brüssel auch dieses Jahr wieder mit Streiks und einer 15-stündigen Heimreise mit dem Bus überraschen würde. Tatsächlich wurde wieder gestreikt, aber unsere Flüge blieben diesmal davon verschont. Damit stand einer erfolgreichen Reise bei perfektem Herbstwetter nichts mehr im Wege.
Nach der erfolgreichen Anreise führte uns unser erster Termin direkt ins Herz des EU-Viertels: zur Europäischen Kommission. Dort bekamen die Talents einen Überblick über die Aufgaben der Kommission und ihrer Generaldirektionen, das Zusammenspiel von Europäischem Rat, Kommission und Parlament, sowie die Finanzierung europäischer Projekte. Beim vorbereiteten Quiz konnten unsere Talents ihr politisches Wissen unter Beweis stellen, und sie überzeugten mit beeindruckenden Ergebnissen.
Als Nächstes stand eine Stadtführung auf dem Programm. Carmen, unsere Stadtführerin, legte ein beeindruckendes Tempo an den Tag, sodass wir in zwei Stunden einen guten Überblick über das historische Zentrum von Brüssel bekamen. Neben ihrem historischen Wissen glänzte Carmen auch mit Detailwissen über belgische Schokolade und deren wichtigste Hersteller. Davon inspiriert, schwärmten die Talents im Anschluss aus, um sich mit Mitbringseln aus den berühmten Schokolademanufakturen einzudecken.
Am Abend stand ein Networking Dinner mit Vertreter:innen von ALDE, der liberalen Parteienfamilie auf europäischer Ebene, auf dem Programm. Fanni Gaismayer gab Einblicke in die Aufgaben von ALDE sowie in ihre eigene Arbeit und das Leben in Brüssel. Dabei konnten die Talents nicht nur mehr über die Zusammenarbeit liberaler Parteien auf europäischer Ebene erfahren, sondern auch den einen oder anderen Insider-Tipp für den nächsten Brüssel-Besuch mitnehmen.
Den zweiten Tag starteten wir mit einem Besuch bei der Ständigen Vertretung Österreichs bei der Europäischen Union. Botschafter Martin Hojni empfing uns in den neuen Räumlichkeiten und gab uns spannende Einblicke in die Europäische Außen- und Sicherheitspolitik. Valery Bode ergänzte das Programm mit einem Überblick über die Pressearbeit der Ständigen Vertretung. Der Besuch zeigte, wie Österreich seine Interessen auf europäischer Ebene vertritt, und wie viel Abstimmung, Verhandlung und diplomatisches Geschick notwendig sind, um gemeinsame Positionen zu entwickeln.
Danach erwartete uns der Höhepunkt der Reise: der Besuch im Europäischen Parlament und das Treffen mit unseren Europaabgeordneten Anna Stürgkh und Helmut Brandstätter. Bei einem persönlichen Kennenlernen sprachen sie über aktuelle politische Themen und gaben Einblicke in eine typische Arbeitswoche als Abgeordnete zum Europäischen Parlament. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Arbeit als MEP ist: Ausschüsse, Verhandlungen, Abstimmungen, Gespräche mit Interessenvertreter:innen und Bürger:innen sowie die Zusammenarbeit mit Kolleg:innen aus anderen Ländern gehören ebenso dazu wie die öffentliche Kommunikation politischer Positionen.

Helmut Brandstätter und Anna Stürgkh geben Einblicke in die Arbeit im EU-Parlament
Zum Abschluss besuchten wir noch den Plenarsaal und das Parlamentarium, bevor wir uns auf die Heimreise machten. Die Reise hat uns vor Augen geführt, wie eng europäische Entscheidungen mit unserem Alltag verbunden sind und wie viele Menschen und Institutionen daran mitwirken. Sie hat gezeigt, dass Politik auf europäischer Ebene sowohl strategischen Weitblick als auch Detailarbeit, Kommunikation und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit erfordert.

Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Brüssel
Für unsere Talents bedeutete diese Reise zugleich den Abschluss des Talentboards 2026. Über sieben Monate hinweg haben sie sich mit ihrer politischen Persönlichkeit auseinandergesetzt, ihr Netzwerk erweitert, praktisches politisches Handwerkszeug für ihre Arbeit vor Ort mitgenommen und am Ende auch die eine oder andere belgische Schokoladenspezialität. Damit sind sie gut gerüstet für die nächsten Schritte, bei denen wir sie gerne weiter begleiten.