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Zukunft des ORF: Fünf Lehren aus der Fußball-WM

Was wäre der Fußball in Österreich ohne ORF? Grund genug, uns zu fragen, ob nicht der ORF auch etwas vom Fußball lernen kann.

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Die Fußball-Weltmeisterschaft begeistert Millionen Menschen, ich gehöre dazu. Und das nicht nur wegen spektakulärer Tore, Last-Minute-Entscheidungen oder emotionaler Jubelszenen. Besonders spannend wird es, wenn vermeintliche Underdogs wie Kap Verde den Favoriten das Leben schwer machen und zeigen, dass Statistiken zwar interessant sind – aber keine Spiele gewinnen.

Was erfolgreiche Teams auszeichnet, gilt übrigens nicht nur auf dem Fußballplatz. Auch Organisationen brauchen ein klares Ziel, gutes Zusammenspiel, die richtige Strategie und faire Regeln. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die WM, wenn wir über die Zukunft des ORF nachdenken.

1. Der Auftrag – wofür spielen wir eigentlich?

Kein Team läuft auf den Platz und sagt: „Schauen wir einmal, was passiert.“

Auch der ORF braucht ein klares Zielbild. Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung sind gesetzt. Die spannende Frage lautet aber: Wie sieht dieser Auftrag in einer digitalen Medienwelt aus?

2. Produktion & Inhalte – die Kabine allein gewinnt keine Spiele

Erfolg entsteht nicht durch Taktiktafeln in der Kabine, sondern durch das Zusammenspiel auf dem Platz.

Auch beim ORF geht es darum, wie Inhalte entstehen: schnell, hochwertig und für unterschiedliche Kanäle. Die Frage lautet: Wie organisiert man Qualität und Innovation, ohne sich dabei selbst ein Eigentor zu schießen?

3. Distribution – die Fans müssen dabei sein

Das schönste Tor des Turniers bringt wenig, wenn niemand es sieht.

Für den ORF bedeutet das: Gute Inhalte müssen dort verfügbar sein, wo die Menschen sind – egal ob im Fernsehen, auf Streaming-Plattformen, am Smartphone oder irgendwo zwischen Podcast und Social Media.

4. Business & Kooperationen – auch Weltmeister brauchen Support

Kein Team wird Weltmeister, weil es besonders sparsam trainiert.

Erfolg braucht Ressourcen, Partner und manchmal auch neue Spielzüge. Deshalb stellt sich die Frage: Welche Kooperationen und Rahmenbedingungen braucht der ORF, um seinen Auftrag langfristig erfüllen zu können?

5. Governance – gute Regeln gehören zum Spiel

Die meisten Menschen denken erst an den Schiedsrichter, wenn sie mit ihm nicht einverstanden sind.

Dabei wären Fußballspiele ohne Regeln ziemlich chaotisch. Das gilt auch für Organisationen. Gute Governance sorgt für Transparenz, Vertrauen und klare Verantwortlichkeiten.

Fazit

Bei einer Weltmeisterschaft gewinnen selten die Teams mit den größten Namen allein. Erfolgreich sind jene, die wissen, wofür sie spielen, die als Team funktionieren und sich auf gemeinsame Regeln verständigen.

Genau diesen Fragen wollen wir uns beim NEOS Lab Zukunftsdialog ORF am 25. Juni widmen. Nicht auf dem Spielfeld, sondern im Dialog. Nicht mit gelben oder roten Karten, sondern mit guten Ideen. Melde dich am besten gleich an!

Denn wie bei einer Weltmeisterschaft gilt auch für Reformen:

Erfolg ist Teamsport. Und die besten Ergebnisse entstehen, wenn möglichst viele an einem Strang ziehen – und nicht jeder in eine andere Richtung dribbelt. 

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