Mitreden: Kultur braucht Positionen!
Mitreden: Frauengesundheit
Mitreden: Oid Wean
Bei der Demokratie müssen wir nicht auf die nächste Übertragung warten. Wir können selbst aufs Spielfeld.

© NEOS Lab
Die Fußball WM 2026 ist seit Sonntag Geschichte. Eine WM der Rekorde: mehr Teams, Spiele und Zuschauer als jemals zuvor. Fünf Wochen lang haben wir diskutiert, analysiert und leidenschaftlich erklärt, was Trainer, Spieler und Schiedsrichter:innen besser hätten machen können.
In Österreich wurde damit auch wieder eine liebgewonnene Tradition gepflegt: das kollektive Teamchef-Sein. Zwischen Frühstückskaffee, Stammtisch und Social Media wurde analysiert, wer falsch aufgestellt wurde, warum zu spät gewechselt wurde und weshalb man selbst die bessere Taktik gehabt hätte.
Manchmal wird über die „neun Millionen Teamchefs“ gespottet. Dabei steckt dahinter etwas durchaus Wertvolles: das Bedürfnis, sich einzubringen und mitzureden. Eine lebendige Gesellschaft lebt davon, dass Menschen eine Meinung haben und sie auch äußern. Das gilt für politische Themen genauso wie für Diskussionen über Fußball.
Der entscheidende Unterschied ist allerdings: Bei der Demokratie müssen wir nicht auf die nächste Übertragung warten. Wir können selbst aufs Spielfeld.
Genau darum geht es bei Bürger:innenbeteiligung. Mit unserer digitalen Beteiligungsplattform „Mitreden“ schaffen wir Räume, in denen Menschen ihre Perspektiven einbringen und gemeinsam an Lösungen arbeiten können. Ob Frauengesundheit, Kulturförderung oder Älter werden – die besten Ideen entstehen selten ausschließlich in Sitzungszimmern. Sie entstehen dort, wo Menschen ihre Erfahrungen, Wünsche und manchmal auch ihre ganz persönlichen Spielanalysen einbringen.
Demokratie braucht Expert:innen. Aber sie braucht genauso die Perspektiven jener Menschen, die tagtäglich mit den Folgen politischer Entscheidungen leben. Die Fußball-WM hat gezeigt, wie viel Leidenschaft Menschen entwickeln können, wenn sie sich mit einem Thema verbunden fühlen. Dieselbe Energie können wir nutzen, um unsere gemeinsame Zukunft mitzugestalten.
Denn Demokratie ist kein Zuschauersport. Sie funktioniert am besten, wenn möglichst viele Menschen mitspielen.

Europäische Souveränität darf nicht nur auf dem Fußballplatz gelten