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Abwanderung: Ist deine Gemeinde betroffen?

Während einige Regionen in Österreich sehr stark wachsen, sind andere vom Aussterben bedroht. Eine Übersicht. 

Lucia Marjanovic
Lucia Marjanovic
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© Gudella/iStock

Mit Klick auf die Karte erfährst du, wie es um deine Gemeinde steht.

Starkes Wachstum: Ballungszentren

Die Regionen mit dem stärksten Wachstum sind Wien und der Speckgürtel sowie Graz und sein Umland oder auch das nördliche Burgenland. Einige kleinere Gemeinden fallen sogar durch ein Wachstum von über 100 Prozent (oder beinahe 100 Prozent) auf. 

Mitterndorf an der Fischa (Niederösterreich): +106,00 %

Polling in Tirol: +81,15 %

Holzhausen (Oberösterreich): +79,26 %

Michelhausen (Niederösterreich): +73,26 % 

Wolfsthal (Burgenland): + 67,27 % 

Parndorf (Burgenland): + 64,23 % 

Gründe dafür sind die Nähe zu bzw. gute Anbindung an große Städte (Kalsdorf bei Graz: + 85,28 %, Strasshof an der Nordbahn: +71,71 %), starke Bautätigkeit (Wien-Donaustadt: + 65,21 %), günstige Grundstücke und grenznahe Lage: Kittsee: +101,86 %. 

Das stärkste Wachstum in absoluten Zahlen verzeichnet Wien-Donaustadt mit rund 85.000 zusätzlichen Einwohner:innen seit 2002. 

Problem: Flächenversiegelung, Pendlerverkehr 

Die starke Bautätigkeit in diesen Regionen wirft Probleme auf: Flächenversiegelung, Pendlerverkehr, drohende Zersiedelung. 

Dieses Thema bildet einen Schwerpunkt auf den heurigen Gemeindetagen, und wir werden ihm uns noch ausführlich widmen. 

Sterbende Gemeinden 

Besonders die Obersteiermark ist von starkem Bevölkerungsrückgang gezeichnet. Einst von Bergbau und Stahlindustrie geprägt, bietet die Region heute wenige Jobperspektiven. Ähnlich sieht es in großen Teilen Kärntens und Osttirol aus. Auch Tiroler Bergdörfer haben mit starken Bevölkerungsverlusten zu kämpfen. Dabei sticht die Gemeinde Namlos mit einem Bevölkerungsrückgang von über 48 Prozent seit 2002 hervor. 

Weitere Extrembeispiele sind: 

Eisenerz (Steiermark): −46,57 %

Radmer (Steiermark): −39,92 %

Tweng (Salzburg): −39,56 %

Pfafflar (Tirol): −33,09 %

Der Bevölkerungsrückgang stellt Gemeinden vor große Herausforderungen: Überalterung, finanzielle Einbußen, keine Zukunftsperspektiven. 

Auch diesem Thema werden wir uns im Zuge des Gemeindetage-Schwerpunkts noch ausführlich widmen. 

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