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Raum für Zukunft in unseren Gemeinden schaffen

Österreichs Gemeinden stehen unter Druck. Sie kämpfen mit immer mehr Problemen: Abwanderung, finanziellen Engpässen und Zersiedelung. Doch die Politik kann gegensteuern. Das wird der Schwerpunkt bei den kommenden NEOS Lab Gemeindetagen. Ein Überblick von Philipp Pichler.

Philipp Pichler
Philipp Pichler
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© NEOS Lab / Pexels (Frank Wesneck)

Wenn Ortskerne und Grätzl an Leben verlieren, hat das Folgen für die lokale Wirtschaft, das Klima und das tägliche Leben in unseren Gemeinden. Wie wir bauen, entscheidet mit, wie wir leben. Denn dort, wo sich Siedlungen immer weiter ausdehnen, Ortszentren leer stehen und wertvolle Flächen verloren gehen, leidet nicht nur das Ortsbild – es leidet auch die Lebensqualität.

Politik für die Zukunft

Diese Herausforderungen sind groß, aber nicht unlösbar – das zeigen viele Beispiele aus Österreich, in denen Gemeinden und engagierte Bürger:innen neue Wege gegangen sind. Zersiedelung ist kein Naturgesetz – sie ist oft das Ergebnis politischer Entscheidungen. Und genau deshalb kann Politik auch gegensteuern. Bei den kommenden NEOS Lab Gemeindetagen stellen wir jene Gemeinden in den Mittelpunkt, die gezeigt haben, wie mit nachhaltiger Raumplanung, guter Baukultur und kluger Ortskernbelebung wieder Raum für Zukunft entstehen kann.

Wie wir leben wollen

In Vorbereitung auf die NEOS Lab Gemeindetage beleuchten wir in den nächsten Wochen mehrere Themenfelder, die zur schwierigen Lage vieler Gemeinden beitragen – von Abwanderung über Zersiedelung bis hin zu Fehlanreizen in der Förderpolitik. Wir gehen der Frage nach, warum Menschen ihre Gemeinden verlassen – und warum so selten darüber gesprochen wird, wie man sie zurückgewinnen kann.

Wir fragen auch, warum in manchen Gemeinden zwar weniger Menschen leben, gleichzeitig aber immer mehr Fläche verbraucht wird – und welche Rolle falsch gesetzte Förderanreize dabei spielen. Raumplanung ist nicht nur Technik oder Verwaltung – sie entscheidet darüber, wie wir leben: Ob Wege kurz oder lang sind, ob Ortszentren lebendig bleiben oder aussterben, ob Boden sinnvoll genutzt oder weiter zubetoniert wird. Schließlich geht es darum, welche konkreten Hebel Gemeinden haben, um selbst aktiv zu werden.

Es gibt Lösungen!

Auf den NEOS Lab Gemeindetagen schauen wir uns schließlich an, welche Lösungen es für diese Herausforderungen gibt – und mit welchen Strategien Gemeinden in Österreich bereits erfolgreich waren. Ein lebendiger Ortskern ist nicht Nostalgie – er ist Infrastruktur für ein gutes Leben. Er schafft Raum für Begegnung, stärkt die lokale Wirtschaft, verkürzt Wege und macht Gemeinden lebenswerter. Baukultur ist dabei kein Luxus, sondern entscheidet mit darüber, ob ein Ort Identität, Aufenthaltsqualität und Gemeinschaft stiftet – oder austauschbar und zersplittert wirkt. Lebendige Gemeinden entstehen nicht zufällig. Sie entstehen dort, wo politische Entscheidungen, planerische Qualität und lokales Engagement zusammenkommen.

Politik vor Ort gestalten

Besonders uns Liberalen sollte dieses Thema am Herzen liegen. Für uns muss die Gemeinde mehr sein als bloße Verwaltung. Sie kann der Raum sein, in dem Freiheit erfahrbar wird: dann, wenn Bürger:innen ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen und lebendige Gemeinden und Städte schaffen, auf die man stolz sein kann. Orte, die von den Menschen selbst gestaltet werden – vielfältig, eigenständig und selbstbewusst. Orte, an denen lokale Initiativen, gute Ideen und der Mut zur Veränderung sichtbar werden. Räume, in denen man Selbstwirksamkeit erfährt und deutlich wird, dass das eigene Tun etwas verändern kann. Orte, an denen Politik nicht etwas Anonymes ist, was weit weg passiert, sondern vor Ort gemeinsam gestaltet wird – mit und durch die Menschen in der Gemeinde selbst.

Neugierig geworden?

Dann begleite uns in den kommenden Wochen auf dem Weg zu den NEOS Lab Gemeindetagen 2026 – und entdecke mit uns, wie Gemeinden wieder Raum für Zukunft schaffen können!

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