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Kinderbetreuung Lohnt sich – auch für die Steiermark

Eine Broschüre von Clemens Ableidinger

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Kinderbetreuung in Österreich: Schlusslicht Steiermark?

In der Steiermark lag die Fremdbetreuungsquote für 0- bis 2-Jährige im Kindergartenjahr 2022/23 bei 19,9 Prozent - und war damit geringer als im bisherigen Schlusslicht Oberösterreich. Der aktuelle Monitoring-Bericht der Statistik Austria weist jedoch eine geringfügige Steigerung auf 20,8 Prozent aus. Das NEOS Lab hat daher beim Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria eine Studie in Auftrag gegeben, die die Kosten für die Ausweitung des Kinderbetreuungsangebots (Kapazitäten und Zeiten) sowie den volkswirtschaftlichen Nutzen eines solchen Ausbaus errechnet. 

Mehr Kinderbetreuung kostet, doch der Nutzen überwiegt – auch in der Steiermark

Kinderbetreuung lohnt sich – auch für die Steiermark

Clemens Ableidinger (März 2025)

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Cover Broschüre Publikation Broschüre Kinderbetreuung Steiermark

Die Publikation im Überblick

Zur Untersuchung von Kosten und Nutzen des Ausbaus bzw. der Ausweitung der Kinderbetreuungsangebote in der Steiermark wurden zwei Szenarien sowie deren Kombination herangezogen:

Szenario 1

  • simuliert die Ausweitung der Betreuungsangebote für unter 3-Jährige auf das im Zukunftsfonds vorgesehene Ziel von 38 Prozent
  • Das entspricht einer Erhöhung der Betreuungsquote um 13 Prozentpunkte bzw. 4.230 zusätzlich betreute Kinder
  • Verursachte Kosten: rund 84 Mio. Euro

Szenario 2

  • errechnet die Ausweitung der Öffnungszeiten von Betreuungseinrichtungen um eine Stunde
  • finanzieller Mehrbedarf: rund 9 Millionen Euro
  • damit würden die durchschnittlichen Öffnungszeiten in der Steiermark den Österreichdurchschnitt übertreffen

Kombination von Szenario 1 und Szenario 2

  • würde zu einer deutlichen Verbesserung des Betreuungsangebots in der Steiermark führen
  • finanzieller Mehraufwand: rund 95 Millionen Euro
  • Mehrkosten für das Bundesland Steiermark: lediglich 26 Millionen Euro aufgrund der sogenannten Betreuungsoffensive der Bundesregierung (die teilweise aus dem „Zukunftsfonds“ finanziert werden soll)

Die Szenarien im Detail sowie alle Ergebnisse findest du in der Broschüre ab Seite 4

Das Finanzieren von Kinderbetreuungsangeboten ist eine lohnenswerte Investition.

Eine Erweiterung der Kinderbetreuungsangebote ist nicht nur eine bildungs- und familienpolitische, sondern auch eine frauenpolitische Maßnahme. Studienergebnisse legen nahe, dass eine Erhöhung der Kinderbetreuungsquote um 10 Prozentpunkte die Frauenerwerbsquote um 3,7 Prozentpunkte erhöhen kann. Auf Basis dieser Annahmen kann ermittelt werden, wie sich die Ausweitung der elementarpädagogischen Angebote auf das Durchschnittseinkommen (und damit die Steuerleistung), die Kaufkraft, den Konsum sowie die auszuschüttenden Sozialleistungen auswirkt.

Dabei zeigt sich: Es ist davon auszugehen, dass mehr Eltern ins Erwerbsleben eintreten würden. Auch für bereits erwerbstätige Mütter würde eine Verbesserung der Betreuungsmöglichkeiten bedeuten, dass sie mehr Stunden pro Woche erwerbstätig sein könnten.

Die Aufschlüsselung dieser Simulationsergebnisse findest du in der Broschüre ab Seite 9

Der Ausbau bzw. die Ausweitung der Kinderbetreuungsangebote erhöht in allen Szenarien die Markteinkommen der Steirer:innen

Auch die Erweiterung der Öffnungszeiten um eine Stunde führt in der Simulation zu einer Erhöhung von Einnahmen und einer Steigerung des Konsums. Die Einnahmen aus Steuern und SV-Beiträgen steigen um rund 21 Millionen Euro, die Einnahmen aus indirekten Steuern steigen um knapp 3 Millionen Euro und der Konsum um 21 Millionen Euro (Gesamt: 45 Millionen Euro).

Eine Kombination beider Szenarien (Ausweitung der Betreuungsangebote und Erweiterung der Öffnungszeiten) könnte zu einem Gesamteffekt von bis zu 177 Millionen Euro führen.

Insgesamt ergibt sich in den einzelnen Szenarien des Ausbaus eine Steigerung des Bruttoregionalprodukts (BRP) in Höhe von 66 Millionen Euro bis 92 Millionen Euro

Alle Ergebnisse im Detail findest du in der Broschüre ab Seite 11.

Kinderbetreuung lohnt sich in jedem Bundesland

Kinderbetreuung lohnt sich – auch für Oberösterreich

Clemens Ableidinger (Juni 2024)

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Teaser NEOS Lab Publikation Broschüre Kinderbetreuung Oberösterreich OÖ-1600x899

Lesetipps zum Thema Kinderbetreuung und Elementarbildung in den Bundesländern

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Kinderbildung ist die beste Investition

Studien im Auftrag des NEOS Lab zeigen für mehrere Bundesländer: Trotz der vergleichsweise hohen Kosten, die der strukturelle und personelle Ausbau der Kinderbetreuung mit sich bringen, überwiegt der volkswirtschaftliche Nutzen. Zudem führt frühkindliche Bildung zu besseren schulischen Leistungen und stellt den größten Hebel dar, Bildungsungerechtigkeiten zu reduzieren. (Clemens Ableidinger, März 2025)

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Kleinkindbetreuung: Zwischen Anspruch und Realität

Wirft man einen Blick auf die Betreuungsquoten der letzten Jahre, lässt sich durchaus Positives vermerken: In allen Bundesländern ist die Betreuungsquote der 0- bis 2-Jährigen gestiegen. Doch bis zum Erreichen der Barcelona-Ziele ist es noch ein weiter Weg. (Clemens Ableidinger, Oktober 2024)

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Firefly ein Kleinkind, das von hinten zu sehen ist, spielt mit buntem Kinderspielzeug auf dem Boden -2688x1513

Kinderbetreuung in Österreich: Der Standort bestimmt den Standort

Ob es ausreichende Kinderbetreuung gibt, die mit einer Vollzeitarbeit der Eltern vereinbar ist, hängt sehr davon ab, wo in Österreich man lebt. Das liegt auch daran, dass die Bundesländer die dafür vorgesehenen Mittel oft nicht abrufen. (Clemens Ableidinger, September 2024)

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Kinderbetreuung: Volkswirtschaftlicher Win-Win

Nur wenige 0- bis 2-Jährige in Österreich werden außerhalb der Familie betreut, und auch unter jenen besuchen nicht alle eine elementarpädagogische Einrichtung, deren Öffnungszeiten mit einer Vollzeitarbeit der Eltern vereinbar sind. Der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen wird häufig gleichstellungs- und bildungspolitisch diskutiert. Eine NEOS Lab-Studie zeigt: Er hat auch volkswirtschaftliche Vorteile. (Clemens Ableidinger, Juli 2024)

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Weitere Publikationen zum Thema Kinderbetreuung und Elementarbildung in Österreich

BROSCHÜRE

Kinderbetreuung lohnt sich auch für Oberösterreich

Das NEOS Lab hat beim Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria eine Studie in Auftrag gegeben, die die Kosten für die Ausweitung des Kinderbetreuungsangebots sowie den volkswirtschaftlichen Nutzen eines solchen Ausbaus errechnet. Das Ergebnis: Kinderbetreuung lohnt sich, und das auch in Oberösterreich.
 
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Teaser NEOS Lab Publikation Broschüre Kinderbetreuung Oberösterreich OÖ-901x900

POlicy Brief

Warum der Kindergarten das Sprungbrett in eine Moderne Gesellschaft ist

Der Kindergarten ist eine der wichtigsten Stützen der Gesellschaft ist, nicht nur, wenn es darum geht, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Eine früh begonnene Bildung in Kindergruppen mit ausgebildeten Pädagog:innen ist für die Entwicklung der sozialen Kompetenz und den weiteren Weg in Schule und Arbeitswelt enorm wichtig. Dieser Policy- Brief zeigt, welche positiven Effekte der Kindergarten auf die persönliche Entwicklung, die Chancengerechtigkeit und langfristig auf den Arbeitsmarkt haben kann.
 
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Hilfreiche Begriffe rund um Kinderbetreuung und Elementarbildung aus dem NEOS Lab Glossar

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Unsere Researcher:innen erstellen regelmäßig wissenschaftliche Studien, Policy Briefs und Datenauswertungen. Diese bündeln das Wissen und die Erfahrung aus internationalen Kooperationen und partizipativer Zusammenarbeit. Sie bilden die Basis für sachorientierte, relevante und innovative Politik.

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